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Léon: 4 Todesopfer nach neuem Gewaltausbruch

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Léon: 4 Todesopfer nach neuem Gewaltausbruch

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Bei neuen gewaltsamen Auseinandersetzunghen sind in Nicaragua mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

In der Provinzhauptstadt Léon im Westen des Landes kam es Medienberichten zufolge zu Ausschreitungen, als Polizisten gemeinsam mit einer milizähnlichen Gruppe von Zivilisten Straßenbarrikaden entfernten. Diese waren von Demonstranten errichtet worden, die seit Mitte April den Rücktritt von Präsident Daniel Ortega fordern.

Priester Victor Moragas berichtete: "Ein Großaufgebot der Polizei kam gemeinsam mit Zivilisten in unseren Stadtteil. Wie ich es verstanden habe, wollten sie die Straßensperren entfernen. Während sie das taten, wurden Menschen verletzt. Dann hörten wir Detonationen und Schüsse. Später, erst Stunden später haben wir erfahren, dass mehrere Menschen getötet und verletzt wurden."

Die Hauptstadt steht auf

In der Hauptstadt Managua bildeten oppositionelle Demonstranten eine Menschenkette, um ihrer Forderung nach einem Ende der Gewaltwelle Nachdruck zu verleihen.

Aufgrund der massiven Unterdrückung regierungskritischer Proteste verhängten die USA Sanktionen gegen drei weitere ranghohe Funktionäre. Darunter sind ein General der Nationalpolizei und ein Manager eines Erdölunternehmens.

Die Proteste hatten sich nach der Rücknahme einer umstrittenen Sozialreform durch Ortega entzündet. Menschenrechtlern zufolge sind seitdem 309 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen waren Zivilisten.