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Chiang Rai: 4 Jungen aus Höhle befreit

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Chiang Rai: 4 Jungen aus Höhle befreit

Chiang Rai: 4 Jungen aus Höhle befreit
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Thailand atmet tief durch: die ersten vier von 12 seit über zwei Wochen in einer Höhle eingeschlossenen Jungen sind gerettet worden. Das erklärte Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn. Frühere Aussagen der Katastrophenschutzbehörde, wonach bereits sechs Mitglieder der Jugend-Fußballmannschaft befreit wurden, bestätigte der Gouverneur nicht.

An der Aktion in der zehn Kilometer tiefen Höhle Tham Luang waren direkt 18 Taucher beteiligt. Bis zu 90 Kollegen aus dem In- und Ausland standen ebenfalls zum Eingreifen bereit.

Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren sowie ihr 25-jähriger Betreuer sind seit 15 Tagen in einem Hohlraum etwa vier Kilometer tief im Inneren eingeschlossen. Sie wurden mutmaßlich von einer Springflut überrascht.

Nach tagelangen Vorbereitungen hatten die Retter am Sonntagmorgen den entscheidenden Vorstoß gewagt. Gründe dafür waren sinkende Pegel in dem unterirdischen Massiv sowie das Nahen einer weiteren Schlechtwetterfront mit Regenfällen. Diese hätten einen späteren Versuch womöglich behindert. Medien berichteten, auch Sauerstoffmangel im Inneren der Höhle hätte die Entscheidung beeinflusst. Am Freitag war ein Taucher bei der Vorbereitung der Mission ums Leben gekommen.

Der nächste Versuch, die verbliebenen neun Eingeschlossenen in Sicherheit zu bringen, soll im Laufe des Montags erfolgen. Damit der Einsatz nicht durch das Großaufgebot an Medien behindert wird, sperrten die Behörden den Eingang zur Höhle weiträumig ab.

Der Fußball-Weltverband FIFA lud die Jugendfußballer und ihren Trainer für den Fall einer raschen Rettung zum WM-Finale am 15. Juli nach Moskau ein.