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Seehofer in Innsbruck: schwierige Gespräche

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Seehofer in Innsbruck: schwierige Gespräche

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Griechenland hat sich bereits grundsätzlich dazu bereit erklärt, Flüchtlinge zurückzunehmen, die an der deutschen Grenze aufgegriffen werden. Über Details muss jedoch noch verhandelt werden. Auch Österreich wird Seehofer zufolge jene Migranten zurücknehmen, die bereits in der Alpenrepublik einen Asylantrag gestellt haben und dann nach Deutschland reisen.

Ein solches Abkommen will er mit Italien erreichen. Der italienische Innenminister Salvini betonte jedoch, Italien werde keinen einzigen Flüchtling zurücknehmen, bevor Europa nicht seine Außengrenzen schütze.

Auf einen stärkeren Schutz der Außengrenzen haben sich die drei bereits vor dem offiziellen Beginn der Konferenz geeinigt: Der steht in der EU derzeit ohnehin hoch im Kurs. Darauf hatten sich die 28 Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfel Ende Juni verständigt.

Ihre Vorstellungen werden die drei auf der EU-Innenministerkonferenz durchsetzen wollen. Wohl deshalb erwartet Horst Seehofer "schwierige Gespräche".

Die drei betonten die gute und freundschaftliche Atmosphäre des Gesprächs. Am 19. Juli wollen sich Deutschland, Österreich und Italien auf Beamtenebene in Wien treffen.

Die sogenannte Binnenmigration - das Weiterwandern von Asylbewerbern von einem EU-Staat in den nächsten - war Auslöser des heftigen Asylstreits zwischen CDU und CSU.