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Zum 100ten: "Suche nach Ingmar Bergman"

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Zum 100ten: "Suche nach Ingmar Bergman"

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„Alt werden ist Arbeit,“ sagte Ingmar Bergman einmal - mit seinem filmischen Grübeln über die großen Sinnfragen beeinflusste der schwedische Meisterregisseur ganze Generationen. In diesem Jahr sind viele Bergman-Klassiker wieder zu sehen - am 14. Juli wäre Bergman 100 Jahre alt geworden. Der Sohn eines protestantischen Priesters gilt als profiliertester Schilderer von Qualen, Phantasien, Wahnsinn und ehelicher Untreue.

Leben und Werk von Bergman inspirierten die deutsche Filmregisseurin Margarethe von Trotta zu einem Dokumentarfilm, der jetzt im deutschen Kino zu sehen ist. In ihrem Film "Suche nach Ingmar Bergman" spricht sie mit europäischen Filmstars wie Liv Ullmann, Carlos Saura, Olivier Assayas oder Ruben Östlund, um den Einfluss von Bergman auf das europäische Kino und Filmemacher aufzuspüren.

Margarethe von Trotta: „Das siebente Siegel“ habe ich zuerst gesehen. Das war in Paris, Anfang der 60er Jahre. Für mich war das wie eine Explosion…. Damals wurde man in Europa auf Bergman aufmerksam… Ich sagte: “Du bist mein Meister. Deinetwegen bin ich Filmemacherin geworden.”

Bergman machte mehr als 60 Filme für Kino und Fernsehen wie „Persona”, „Fanny und Alexander” oder „Szenen einer Ehe”. Doch er schrieb auch mehr als 170 Theaterstücke, zahllose Drehbücher und autobiografische Texte. Die Unesco listet den Nachlass - handgeschriebene und getippte Manuskripte, Entwürfe, Notizbücher, Produktionspapiere, Fotos und rund 10.000 Briefe - als

Weltdokumentenerbe.

Bergman starb 2007 mit 89 Jahren auf seiner kleinen Ostseeinsel. Zehn Jahre zuvor hatten ihn seine Kollegen in Cannes zum „Besten Filmregisseur aller Zeiten” erklärt.

su

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