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Vor Trump-Besuch bei Putin: 12 russische Geheimdienstler angeklagt

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Vor Trump-Besuch bei Putin: 12 russische Geheimdienstler angeklagt

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REUTERS/Leah Millis
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Das US-Justizministerium hat Anklage gegen 12 mutmaßliche Hacker des russischen Geheimdienstes erhoben und damit den bevorstehenden Besuch von Präsident Donald Trump in Moskau schwer belastet.

Die Agenten sollen virtuelle Attacken auf die US-Demokraten und das Wahlkampfteam von Trumps damaliger Konkurrentin Hillary Clinton geführt haben. Der Kreml wies die Anschuldigungen umgehend zurück.

Der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein erläuterte: "Gemäß der Anklageschrift wird den Beschuldigten vorgeworfen, für zwei Abteilungen des russischen Militär-Nachrichtendienstes, auch bekannt als GRU, gearbeitet haben. Diese Einheiten waren an aktiven Cyber-Operationen beteiligt, um die US-Präsidentschaftswahlen 2016 zu beeinflussen."

Konkret hätten die Russen Computer in der Zentrale der Demokraten und in Clintons Wahlkampfteam gehackt. Ziel der Cyberattacken sei auch die Wahl-Infrastruktur in mehreren US-Bundesstaaten gewesen.

Die Frage, ob die Angriffe den Ausgang der Präsidentschaftswahl beeinflusst haben, sei nicht Gegenstand der Anklage, betonte das Justizministerium.

Nach der Anklagerhebung forderten die US-Demokraten eine Absage des Trump-Besuchs bei Wladimir Putin in der kommenden Woche.