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Abkommen zwischen der EU und Japan: neue Produkte, bessere Preise

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Abkommen zwischen der EU und Japan: neue Produkte, bessere Preise

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Das historische Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und Japan, das diese Woche in Tokio unterzeichnet wird, wurde über Jahre verhandelt. Es soll den Handel in Bereichen wie Landwirtschaft und Lebensmittel erleichtern, sowie Investitionen und den Austausch von Fähigkeiten und Wissen fördern.

In Brüssel informierte der japanische Botschafter bei der EU über das neue Abkommen, Exporteure in der EU sollen damit jährlich rund eine Milliarde Euro an Zöllen einsparen sollen:

"Durch das Abkommen wird eine riesige Freihandelszone geschaffen, von der 640 Millionen Menschen in der EU und in Japan profitieren. Die Summe des Bruttoinlandsprodukts diese Zone wird ein Drittel des globalen Bruttoinlandsprodukts ausmachen - eine riesige Chance, das Leben der Menschen in Europa und Japan zu verbessern", so Kazuo Kodama.

Der Vorsitzende des Europäischen Wirtschaftsrats in Japan Danny Risberg ergänzt: "Vor zehn Jahren war es wirklich schwer, mit Japan Geschäfte zu machen. Das Abkommen soll nun einen großen Teil der Hemmnisse beseitigen, sodass der Handel mit Japan viel einfacher wird. Wenn es in Kraft tritt, kann man sich mehr auf Marketing und die Bereiche konzentrieren, in denen das Unternehmen wachsen soll, anstatt nur Regeln einzuhalten und zu befolgen."

Von der Biotechnologie bis zum Autosektor, vom Käse bis zum Wein - alle Bereiche stehen in den Startlöchern, um von den neuen Handelsfreiheiten zu profitieren. Und aufgrund der wegfallenden Zölle können Verbraucher laut Experten mehr Auswahl zu günstigeren Preisen erwarten.

Dr. Hosuk Lee-Makiyama von der London School of Economics (LSE): "Es wird mehr Wettbewerb geben und in der Folge werden Verbraucher von besseren Produkten und Preisen profitieren. Und vor allem wird man feststellen, dass es in allen Bereichen eine Reihe von neuen Technologien und Produkten geben wird, die zu diesen Preisen bisher nicht erhältlich waren.

Das Handelsabkommen soll nächstes Jahr in Kraft treten.

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