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EU und China beraten über gemeinsame Anti-Trump-Front

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EU und China beraten über gemeinsame Anti-Trump-Front

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In Peking sind die Spitzen der Europäischen Union und die chinesische Führung zu ihrem jährlichen Gipfel zusammen gekommen.

Beide Seiten vereinbarten eine engere Zusammenarbeit, um gegen den von Donald Trump entfesselten Handelskrieg eine gemeinsame Front zu bilden.

Themen waren zudem ein geplantes Investitionsabkommen sowie Forderungen der EU nach Marktöffnung in China.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström sagte, China habe versprochen, Märkte zu öffnen und Protektionismus zu bekämpfen.

Dies sei ermutigend, dennoch müsse China nun auch stärker EU-Investitionen ermöglichen.

China ist nach den USA der zweitgrößte Handelspartner.

Das tägliche Handelsvolumen beträgt mehr als 1,5 Milliarden Euro.

Die EU-Exporte belaufen sich auf knapp 200 Milliarden Euro, die Importe auf mehr als 370 Milliarden Euro.

Dennoch gibt es ein Mißverhältnis. In den vergangenen Jahren haben chinesische Investitionen in der EU deutlich zugenommen, dagegen halbierten sich EU-Investitionen in China auf sieben Milliarden Euro.

China und die EU beschlossen einen gemeinsame Arbeitsgruppe, die Vorschläge für eine Reform der Welthandelsorganisation ausarbeiten soll.

Derzeit ist China noch weit davon entfernt, die USA als erster Handelspartner abzulösen.

Viele der von den USA gegen Peking vorgebrachten Vorwürfe bezüglich Urheberrechtsfragen, Marktzugang und Überkapazitäten werden von Brüssel geteilt.

David Fouquet vom Europäischen Forschungszentrum für Internationale und Strategische Studien sagt, Europa wolle nicht zwischen den USA und China wählen.

Gute Beziehungen zu beiden Seiten seien möglich, auch wenn es mit beiden Seiten Probleme gebe.

Die harte Linie Trumps gegenüber der EU ist indes eine einzigartige Gelegenheit für Peking, sich als verlässlicher Partner der Europäer anzubieten.

Die "America First"-Politik Trumps könnte die EU zu Umdenken in Bezug auf China bewegen.