Eilmeldung

Eilmeldung

Berichte: Google droht neue EU-Rekordstrafe

Sie lesen gerade:

Berichte: Google droht neue EU-Rekordstrafe

Berichte: Google droht neue EU-Rekordstrafe
Schriftgrösse Aa Aa

Die EU-Kommission will Google einem Bericht zufolge mit einer Rekordsumme abstrafen. Sie wirft dem Konzern vor, seine Marktmacht bei Android-Apps zu missbrauchen.

Der Betrag könnte nach Medienberichten („Financial Times “) die Strafe von 2,4 Milliarden Euro übertreffen, die letztes Jahr gegen Google wegen der Begünstigung seines Einkaufsdienstes gegenüber der Konkurrenz verhängt wurde. Das war die bisher höchste Kartellstrafe aus Brüssel für ein einzelnes Unternehmen.

Google solle gezwungen werden, einige seiner Geschäftspraktiken in Bezug auf Android, sein mobiles Betriebssystem, zu ändern, so Medien („Politico.eu“).

Die Kommission stört sich unter anderem daran, dass Hersteller von Android-Smartphones, die Google-Dienste einbinden wollen, immer ein komplettes Paket aus elf Apps des Internet-Konzerns auf die Geräte bringen müssen.

So kämen zum Beispiel auch Googles Browser Chrome und die Google-Suche auf die Geräte, selbst wenn ein Hersteller zum Beispiel nur die App-Plattform Play Store installieren wolle. Google kontert, ein Mindestangebot an Apps sei nötig, weil Nutzer Google-Dienste sonst nicht vernünftig einsetzen könnten.

Außerdem kritisiert die Brüsseler Behörde die sogenannte "Anti-Fragmentierungs-Vereinbarung", gemäß der Anbieter von Geräten mit Google-Diensten nicht gleichzeitig auch Smartphones mit abgewandelten Android-Versionen verkaufen können.

Alles in allem sieht die Kommission bei Google die Strategie, die Marktposition seiner Angebote auf Mobil-Geräten auf unfaire Weise gegen andere Anbieter abzusichern. Das Unternehmen bestreitet Fehlverhalten.

su mit dpa