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Dutzende Tote durch Hitze

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Die Japaner leiden unter extremer Hitze. Bei der Hitzewelle sind bereits mehr als zwei Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Wegen Hitzschlags wurden Tausende in Krankenhäusern behandelt. Allein am Mittwoch musste die Feuerwehr mehr als 3000 Mal ausrücken.

Es wird befürchtet, dass die Menschen im Sommer in den japanischen Großstädten in den Betonmassen ohne Grünflächen bald nicht mehr leben können.

Messe sucht nach Lösungen

Auf einer Messe in Tokio, der "Heat Solutions Expo", werden Auswege gesucht und Ideen vorgestellt. So entwickelte die Firma Fujita Road Construction einen Spray, mit dem der Asphalt deutlich gekühlt wird.

Der technische Direktor, Takeshi Kameguchi, erklärt am Stand seines Unternehmens: "Der Spray kühlt den Asphalt um mehr als zehn Grad. In unseren Versuchen haben die Menschen berichtet, dass dies einen großen Unterschied in Bezug auf das Wohlbefinden macht. Wir haben das mit Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 entwickelt, für die Athleten. Wir hoffen, dass der Spray bei den Spielen zum Einsatz kommt, auch für die Besucher selbstverständlich."

Nicht nur Senioren; 6-Jähriger tot

Wer glaubt, dass bei der Hitzewelle nur ältere und ohnehin angeschlagene Menschen sterben, irrt. Gerade Jüngere überschätzen sich, trinken nicht genug. Sie kamen meist beim Sport ums Leben. Ein sechsjähriger Junge in Kyoto erlitt bei einem Fußballspiel einen Schwächeanfall und wurde ins Krankenhaus gebracht. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe hörte sein kleines Herz auf zu schlagen.

Jahr für die Jahr wird die Sommerhitze in Japan immer extremer.

Die diesjährige Hitzewelle kam unmittelbar nachdem rund 220 Menschen im Westen Japans bei Überflutungen und Erdrutschen in Folge sintflutartiger Regenfälle getötet worden waren.

Die Meteorologen warnen, dass die gegenwärtig besonders heftige Hitze noch bis zum Ende dieses Monats andauert.

Betonmassen ohne Grünflächen