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US-Strafzölle könnten 195.000 Jobs kosten - in den USA

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US-Strafzölle könnten 195.000 Jobs kosten - in den USA

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Die von den USA angedrohten Zölle auf Autos und andere Waren verunsichern die Weltwirtschaft. Die Auswirkungen wären nicht nur für europäische Autobauer gravierend, sondern auch für die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Eric Schweitzer, erläuterte:

"Für Deutschland würde das bedeuten, sollte es denn mal so kommen, dass 20 Prozent Zölle genommen werden. Die Zahlen variieren ja zwischen 20 und 25 Prozent. Der wirtschaftliche Schaden für Deutschland würde ca. sechs Milliarden Euro betragen."

Sollte es wirklich zum befürchteten Handelskrieg mit einer Spirale immer neuer Beschränkungen kommen, dürfe die Europäische Union nicht klein beigeben, forderte Schweitzer. US-Branchenverbände rechnen mit teilweise drastischen Preiserhöhungen für importierte Neuwagen gehen davon aus, dass der Durchschnittspreis für einen importierten Neuwagen um 5.800 US-Dollar steigen könnte.

Michelle Krebs, Analystin von autotrader.com: "Man müsste die Produktion in Fabriken zurückfahren und Arbeiter entlassen. Das gilt auch für Zulieferer und Händler, weil Geschäftsfelder wegbrechen."

In Washington demonstrierten am Donnerstag zahlreiche Beschäftigte von Autobauern, Zulieferfirmen und Autohändlern. Sie befürchten durch die Zölle eine sinkende Pkw-Nachfrage in den USA und in der Folge Stellenabbau.

Rick Johnson ist Redakteur bei "Automotive News": "Man würde die Abwanderung der Industrie aus den Vereinigten Staaten nach China unterstützen beziehungsweise verstärken. China würde noch mächtiger als es schon ist, wenn die Zölle kommen."

Die in Washington angesiedelte Denkfabrik Peterson Institute for International Economics schätzt, dass die Einführung der Zölle binnen drei Jahren 195.000 Arbeitsplätze in den USA kosten würde. Durch Vergeltungszölle könnte sich diese Zahl verdreifachen, erklärte die gemeinnützige NGO.