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Was nun, Team Deutschland? Rummenigge vermisst Fußballkompetenz beim DFB

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Was nun, Team Deutschland? Rummenigge vermisst Fußballkompetenz beim DFB

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REUTERS/Leonhard Foeger/File Photo
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Nach dem WM-Debakel der deutschen Nationalmannschaft hat sich auch Karl-Heinz Rummenigge zu Wort gemeldet - mit scharfer Kritik am Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Bayern Münchens Vorstandschef Rummenigge attacjierte in München die DFB-Spitze um Präsident Reinhard Grindel als "eigentlich nur noch durchsetzt von Amateuren". Besonders pikant war der Vorschlag Rummenigges, den Ex-Kapitän Philipp Lahm beim DFB einzustzen.. Dabei hatte sich der deutsche Trainer Jogi Löw gerade gegen die Kritik des 34-Jährigen ehemaligen Kapitän der Nationalmannschaft gewehrt, der ihm einen "anderen Führungsstil" empfohlen hatte: "Ich weiß schon, wie man mit Spielern kommuniziert und welchen Führungsstil die Spieler brauchen", sagte Löw am Freitag. Lahms Privat-Analyse sei daher «nicht sehr erfreulich» gewesen.

Dagegen erklärte Rummenigge: "ch halte Philipp Lahm und seinen Berater Roman Grill als perfekt passend für den DFB, weil Philipp diese Qualität hat, möglicherweise für einen Verband zu arbeiten." Der 62-Jährige. Rummenigge könnte sich für den langjährigen Bayern-Spieler und Kapitän der Weltmeisterelf von 2014 zum Beispiel eine Stelle als Vizepräsident vorstellen, "um dem Präsidium ein Stück mehr Professionalität zu geben". Denn im Moment fehle ihm "so ein bisschen die Fußballkompetenz" im DFB. Dass Löw sich seinen ehemaligen Führungsspieler Lahm ebenfalls in einer solchen Position vorstellen kann, erscheint zumindest aktuell unwahrscheinlich.

Sicher ist, dass die DFB-Auswahl einen neuen Mannschaftsarzt bekommt. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt beendet nach 23 Jahren diese Tätigkeit. Darüber habe er Löw und Teammanager Oliver Bierhoff am Freitag informiert, sagte der 75-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Leiter des Ärzteteams beim FC Bayern will Müller-Wohlfahrt aber bleiben.

Geht es nach Rummenigge, braucht auch die Führungsebene des DFB Veränderungen. Bei seinem Angriff auf den Verband fühlte sich der Bayern-Chef an das Jahr 2000 erinnert, als die Nationalmannschaft bei der EM ebenfalls schon in der Vorrunde gescheitert war. In der Folge habe aber damals ein 'Profi' wie Gerhard Mayer-Vorfelder als DFB-Boss 'die Kurve gekriegt»' Grindel allerdings bezeichnete Rummenigge nicht als 'Profi'.

Auch die Art und Weise, wie Mesut Özil vom DFB zum Sündenbock für das WM-Ausscheiden gemacht wurde, kritisierte RUmmenigge.

DFB-Chef Grindel tat so, als habe er Rummenigges Krtik gar nicht gehört. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit Rummenigge gerade bei sportpolitischen Themen sowie dessen Unterstützung bei der deutschen Bewerbung um die Ausrichtung der Europameisterschaft 2024. "Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Und ich ganz sicher, dass wir an dieser guten Zusammenarbeit festhalten werden', sagte der DFB-Präsident.