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4000 Rebellen ziehen aus Syriens Süden ab

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4000 Rebellen ziehen aus Syriens Süden ab

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Durch den Abzug der Kämpfer wird für Syriens Armee und verbündete iranische Kräfte der Weg zu den von Israel besetzten Golanhöhen frei. Die israelische Regierung ist alarmiert.

Nach der Kapitulation der Rebellen im Süden Syriens sind mehrere Tausend von ihnen in die nördliche Provinz Idlib umgesiedelt worden. Diese wird nach wie vor von Regierungsgegnern kontrolliert. Der Abzug war unter dem Druck des syrischen Militärs vereinbart worden – Russland vermittelte.

Insgesamt sollen rund 4000 Kämpfer und ihre Familien die Provinz Kunaitra verlassen. Sie gehörte zu den letzten Gebieten in Rebellenhand. Damit wird für die syrische Armee der Weg an die Grenze zu den Golanhöhen frei. Diese werden von Israel besetzt.

Israels Regierung betrachtet das mit Sorge. Sie will verhindern, dass mit Syrien verbündete iranische Kräfte an die Grenze vorrücken.

Tote nach Angriffen durch Russland

Derweil gehen die Luftangriffe durch russische Kampfjets auf die von Rebellen kontrollierte Region um die Stadt Daraa weiter. Dort nahmen die Proteste gegen Syriens Präsidenten Baschar al-Assad vor sieben Jahren ihren Anfang.

Gestern sollen laut Syrischer Beobachtungsstelle für Menschenrechte in zwei Dörfern 26 Menschen durch die Offensive getötet worden sein. Darunter elf Kinder. Diese Angaben sind von unabhängiger Seite nur schwer überprüfbar.