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Steve Bannon plant rechte Revolte in Europa

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Steve Bannon plant rechte Revolte in Europa

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Steve Bannon - der ehemalige Chefberater von US-Präsident Donald Trump - will laut Medienberichten, Europas Rechtsparteien zum Sieg verhelfen.

Bereits jetzt gilt Bannon als Galionsfigur der radikalen Rechten in den USA. Das will der 64-Jährige nun offenbar auch in Europa werden. Mithilfe einer neuen Bewegung namens The Movement habe Bannon vor, eine "rechtspopulistische Supergruppe" im Europäischen Parlament zu bilden. Das berichtete das Nachrichtenportal "The Daily Beast".

Nach der EU-Wahl, die im kommenden Frühjahr stattfindet, hofft Bannon, ein Drittel der Abgeordneten in einem rechtspopulistischen Block zu vereinen. Es wird erwartet, dass der US-Amerikaner sein Hauptquartier in Brüssel aufschlägt.

Merkel und Macron "verletzbare Aushängeschilder des Establishments"

Bannon spricht von der Europawahl im Mai 2019 als der ersten richtigen Konfrontation zwischen dem Populismus und den Eliten in Europa: "Das wird ein enorm wichtiger Moment für Europa", sagte der 64-Jährige dem Nachrichtenportal. Bannon sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel dabei als perfekte Kontrastfigur, um eine neue Dynamik in Europa auszulösen. Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron seien "verletzbare Aushängeschilder des Establishments" in Europa. Ihre Vision eines vereinten Kontinents werde bei der Wahl im kommenden Jahr einem Test unterzogen, sagte er.

Kritik von den Liberalen

Guy Verhofstadt, Fraktionsvorsitzender der Allianz der Liberalen und Demokraten im Europaparlament, twitterte: "Steve Bannons Rechtsaußen-Vision und der Versuch, die hasserfüllte Politik von Trump zu importieren, wird von anständigen Europäern zurückgewiesen. Wir wissen, was Nationalismus unseren Ländern in der Vergangenheit angetan hat."

Den Rechten politike Strukturen bieten

Ziel von Bannons Bewegung sei es, "zwielichtigen Gruppen" von Rechtspopulisten zu helfen, die vielfach ohne professionelle politische Strukturen oder bedeutsame Budgets operierten, zitiert "The Daily Beast" Steve Bannon. Die Stiftung könne beispielsweise für diese Gruppen detaillierte Politik-Angebote ausarbeiten und dabei helfen, mit Botschaften gezielt Wähler anzusprechen. Unterstützung sei auch bei der Datenerfassung und im Wahlkampf möglich. Bannon will demnach auch ein Gegengewicht zum US-Investor George Soros werden, dieser unterstützt liberale Gruppen.