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Rassismus-Debatte nach Özil-Abrechnung

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Rassismus-Debatte nach Özil-Abrechnung

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Mesut Özils Abrechnung mit der Führung des Deutschen Fußball Bundes, mit Medien und Werbepartnern hat in Deutschland und darüber hinaus eine Rassismus-Debatte ausgelöst.

Die deutsche Justizministerin Katarina Barley schrieb, es sei ein Alarmzeichen, wenn sich ein großer deutscher Fuballer wie Mesut Özil in seinem Land wegen Rassismus nicht gewollt und vom DFB nicht repräsentiert fühle. Der Weltmeister von 2014 hatte in einer Erklärung DFB-Präsident Reinhard Grindel vorgeworfen, für diesen sei er Deutscher, wenn man gewonnen und ein Migrant, wenn man verloren habe.

Özil schloss auch die Medien in seine Kritik ein und schrieb: "Gewisse deutsche Zeitungen nutzen meine Herkunft und mein Foto mit Erdogan als rechte Propaganda, um ihre politische Agenda voran zu treiben."

Cem Özdemir, Bundestagsabgeordneter der Grünen, entgegnete, Özils Erklärung überzeuge nicht. Zugleich kritisierte Özdemir auch den DFB scharf. Der türkische Justizminister Abdulhamit Gül gratulierte dem Spieler des FC Arsenal hingegen zum Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Damit habe Özil das schönste Tor gegen den faschistischen Virus geschossen, schrieb der AKP-Politiker.