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Mit Antibiotika verseucht: Strafe für Lachsfarm

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Mit Antibiotika verseucht: Strafe für Lachsfarm

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Nach dem Verschwinden Hunderttausender Lachse in Chile hat ein Umweltgericht das Fischzuchtunternehmen Marine Harvest mit einer Strafe belegt. Am südchilenischen Standort soll das norwegische Unternehmen für 30 Tage seinen Betrieb einstellen.

Etwa 600.000 Lachse waren entkommen, als Anfang Juli ein Sturm mehrere Käfige einer Fischzuchtanlage zerstört hatte.

Zu dem Zeitpunkt war die Behandlung der Fische mit Antibiotika noch nicht abgeschlossen. Deshalb drohen Gesundheitsschäden, sollten die Fische verzehrt werden, warnt die Aktivistin Estefania González von Greenpeace.

"Die Antibiotika, die ins Meer gelangt sind, sind vergleichbar mit der Menge, die Norwegen in vier Jahren verbraucht. Die Auswirkung dieser einmaligen Belastung summiert sich zu den Rückständen, die die Lachsfarmen täglich erzeugen, zu denen auch noch Chemikalien, Pestizide, Fäkalien sowie eine Zunahme der schädlichen Algenblüten kommen, die unser Ökosystem schwer schädigen," sagt González.

Ein Großteil der Lachse konnte nicht eingefangen werden. Viele Menschen kaufen den Fischern die Tiere trotz der Warnungen ab. Immerhin kosten sie deutlich weniger als normale Lachse.