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Asylpolitik spaltet Deutschland

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Asylpolitik spaltet Deutschland

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Das Thema Migration steht nach wie vor ganz oben auf der europäischen Agenda und macht die Probleme Europas deutlich. Auch wenn Ende Juni eine Einigung erzielt wurde, um die Grenzkontrollen zu verschärfen und die Rückführungsverfahren für nicht asylberechtigte Migranten zu verschärfen. Italien hat sich vor Kurzem dem Zug der restriktiven Einwanderungspolitik angeschlossen, die typischerweise von den osteuropäischen Ländern vertreten wird. Überraschender ist, dass Deutschland von seiner liberalen Migrationspolitik abweicht und den Kurs ändert. Unter dem Druck ihres bayerischen Koalitionspartners gab Angela Merkel nach und erklärte sich bereit, nicht nur die illegale Einwanderung einzudämmen, sondern auch für eine schnellere Ausweisung zu sorgen.

In dieser Ausgabe von Insiders führen wir Sie nach Bayern, entlang der österreichischen Grenze. Dort kamen bereits 2015 viele Migranten nach Deutschland. Die Region ist weiterhin eine Durchgangszone, wird aber ab August von der neu aufgestellten und gut ausgestatteten Bayerischen Polizei überwacht. Auch in Süddeutschland wurden Transitzentren eingerichtet, um Asylanträge von Flüchtlingen zügig zu bearbeiten und sie bei Ablehnung auszuweisen. Diese Politik spaltet Deutschland, obwohl Umfragen zeigen, dass eine große Mehrheit der Deutschen inzwischen strengere Asylregeln befürwortet.

Euronews-Reporter Hans von der Brelie hat in Bayern alle Seiten gehört und für seine Reportage mit Entscheidungsträgern, Einheimischen und Asylbewerbern gesprochen.

In einem weiteren Bericht sprechen wir mit dem Migrationsexperten Raphael Bossong, Wissenschaftler am Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit - Stiftung Wissenschaft und Politik, über die Migrationsdebatte auf europäischer Ebene.