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Fotograf Lubo Domo nimmt Betrachter mit an den Ort des Geschehens

Fotograf Lubo Domo nimmt Betrachter mit an den Ort des Geschehens

Fotograf Lubo Domo nimmt Betrachter mit an den Ort des Geschehens

Der Autodidakt Lyubomir Domozetski, alias Lubo Domo (@meetmeontour), ist unser europäische Fotograf des Monats.

Ursprünglich aus Bulgarien, aber seit mehr als einem Jahrzehnt im französischen Lyon beheimatet, fängt Domo's Objektiv unvergessliche Augenblicke in der Hitze des Gefechts ein.

Seine Bilder nehmen den Betracher mit an den Ort des Geschehens. Seine Euphorie, die harte Arbeit, das Tor, die Mannschaft, die Hoffnung: den Fußball - das alles spürt man förmlich am eigenen Körper beim Betrachten seiner Arbeit.

Lubo Domo

Die Geschichten, die der junge Fotograf erzählt, stammen oft aus der Welt des Sports. Er versucht einzufangen, wenn die Spannung zwischen den Spielern und den Fans ineinander greift.

Doch er beschränkt sich nicht nur auf den Sport, sondern lässt sich auch von der Straßen- und Landschaftsfotografie verführen - dann am liebsten in der Dämmerung.

Lubo Domo

Domo arbeitet leidenschaftlich daran, dieses eine Bild zu schießen, das ganz für sich alleine spricht. Das einem das Gefühl gibt, dabei zu sein.

Euronews hat Lubo Domo einige Fragen gestellt.

Wie begann Deine Fotoreise?

Ich beschäftige mich schon seit meiner Jugend mit Fotografie. Ich fing an, mir die Filmkamera meines Vaters für Schulausflüge auszuleihen und bei Fußballspielen Einwegkameras zu benutzen.

Fotografie war schon immer Teil meiner Reise. Natürlich war das damals alles auf Amateurniveau, aber das Fotografieren auf Reisen oder das Einfangen der Atmosphäre während eines Fußballspiels war mir wichtig, um Erinnerungen zu schaffen und sie auf Papier zu halten.

Lubo Domo

So richtig habe ich erst angefangen als ich Fotografen auf Social Media zu folgen begann. Das hat mich total motiviert.

Instagram und alle Möglichkeiten, die man online hat, um etwas über Fotografie zu lernen, waren eine Inspiration. Das ist es, was mich motiviert hat, meine Fähigkeiten weiter zu entwickeln.

Als die EM 2016 in Frankreich stattfand, beschloss ich, die Atmosphäre einzufangen und sie in sozialen Medien zu verbreiten. Das hatte eine sehr gute Resonanz, die Leute waren begeistert!

Und so kam ich zu meinen ersten Kontakten, und seitdem geht es nur bergauf.

Lumo Domo

Mit welcher Ausrüstung bist Du unterwegs?

Im Moment benutze ich eine Nikon D750 und auf Reisen benutze ich die 24-70mm-35mm und die 10-20mm Objektive am häufigsten. Manchmal bringe ich auch meinen PC mit, damit ich unterwegs Fotos bearbeiten kann.

Lubo Domo

Welchen Tip hättest Du Dir früher schon gewünscht?

Wie mächtig Social Media ist, wenn man wachsen und sich verbessern will - das hätte ich gerne vorher gewusst.

Lubo Domo

Wie würdest Du Deinen Fotografie-Stil beschreiben?

Ich schätze, es ist eine Mischung aus Fotojournalismus und Sportfotografie. Außerdem versuche ich immer eine Geschichte zu erzählen, wenn ich bei einem Sportereignis fotografiere: Das Vorher und Nachher einzufangen, ist zum Beispiel eine gute Geschichte.

Lubo Domo

Ich mag aber auch die Landschafts- und Straßenszenen, die ich auf Reisen fotografiere.

Was ist Dein Lieblingsort oder -objekt zum Fotografieren?

Ich fotografiere sehr gerne Fußballspiele, bei Sonnenuntergang oder unter Flutlicht.

Die Leidenschaft der Fans in der Umgebung und im Stadion und der Ausdruck der Spieler auf dem Spielfeld.

Ich liebe es auch, Stadtlandschaften bei Sonnenuntergang zu fotografieren, oder einfach nur Sonnenuntergänge, ja, ich mag Sonnenuntergänge.

Lubo Domo

Dein Lieblingsort in Europa?

Es gibt nicht nur eine, aber ich würde sagen, Marseille für seine Vielfalt. Es gibt so viele verschiedene Orte zum Fotografieren: Architektur, Sport, Landschaft, Portrait, Straße, Essen, Leidenschaft, alles, was man sich vorstellen kann, findet man in Marseille.

Auch die Algarve in Portugal, wo Sie einige der besten Strandlandschaften finden können, mag ich gerne.

Lubo Domo

Was ist das einprägsamste Foto, das Du je gemacht hast?

Es gibt eine Menge Fotos, die mir da in den Sinn kommen, aber dieses hier ist vielleicht immer noch mein denkwürdigstes. Das eine, an das ich mich immer erinnern werde.

Es war das erste Spiel der französischen Fußballnationalmannschaft, das ich fotografieren durfte. Es war kurz nach der Europameisterschaft, bei der Frankreich ins Finale gekommen ist.

Dimitri Payet war vielleicht der einflussreichster Spieler während des Turniers. Als er also die Ecke direkt vor mir einnahm, war es ein "Wow"-Moment für mich. Ich habe mit Weitwinkelobjektiv geschossen, damit man das ganze Stadion sehen konnte, während wir Payet im Vordergrund hatten.

Lubo Domo

Gibt es Dinge, die Du nie fotografieren würdest?

Sag niemals nie! :)

Verfolgen Sie Domos Arbeit - und die anderer europäische Fotografen - mit Euronews' Instagram-Account @euronews.tv.