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Benalla-Affäre nur Sommerloch? "Präsident Macron hat mit 1. Mai nichts zu tun"

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Benalla-Affäre nur Sommerloch? "Präsident Macron hat mit 1. Mai nichts zu tun"

Benalla-Affäre nur Sommerloch? "Präsident Macron hat mit 1. Mai nichts zu tun"
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REUTERS/Philippe Wojazer/File Photo
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Der ehemalige Sicherheitsberater von Emmanuel Macron hat gleich mehrere Interviews gegeben. In den Nachrichten des privaten TV-Senders TF1 stand Alexandre Benalla Rede und Antwort, und er gab zwei weitere Interviews mit der Zeitung "Le Monde" und dem Wochenend-Magazin JDD.

Mit dem Video vom 1. Mai konfrontiert, auf dem Alexandre Benalla einen Demonstranten verprügelt, sagt der Ex-Bodyguard, man müsse die Bilder vor der gezeigten Szene anschauen. Er habe nur als Bürger reagiert und versucht, Leute festzuhalten, die in seinen Augen Kriminelle seien. Er bestreitet auch, die Kontrolle über sich verloren und Protestierende zusammengeschlagen zu haben.

Alexandre Benalla erklärt, er habe einen Fehler gemacht und auf gewisse Weise einen Verrat begangen. Der Präsident habe nichts damit zu tun, was sich am 1. Mai abgespielt habe.

Mehrere Politiker - darunter François Bayrou - meinen, die Benalla-Affäre sei "politisch instrumentalisiert" worden, und es sei Zeit, wieder zu anderen Themen zurückzukommen.

In einer neuen Umfrage von Ifop für JDD sagen nur noch 39 Prozent der Franzosen, sie seien mit Emmanuel Macron zufrieden. Im Vergleich zum Monat zuvor - vor der Benalla-Affäre - verliert der Präsident einen Prozentpunkt. Die Zeitschrift spricht von einem "Rekord an Unpopularität".

Macrons Partei allerdings vergleicht auf Twitter die Popularitätskurve des Präsidenten mit denen seiner Vorgänger - und schreibt, die Entwicklung der Umfragen sei stabil.