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"Der Horror": Überlebender der Feuerkatastrophe berichtet

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"Der Horror": Überlebender der Feuerkatastrophe berichtet

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Konstantinos Gkikas hat die Feuerkatastrophe in der Nähe von Athen überlebt. Welch großer Gefahr er sich aussetzte, als er Filmaufnahmen der Flammen machte, wurde ihm erst nachher bewusst. Der 49-Jährige hatte Frau und Kinder im Auto fortgeschickt, er blieb, um das Haus zu beschützen.

"Ich habe die kleinen Katzen gesehen, die Tür geöffnet, habe zwei von ihnen geschnappt und ins Haus gesetzt", berichtet Gkikas. "Als ich versucht habe, die dritte auf den Arm zu nehmen, schlug der Wind die Tür zu. In dem Augenblick habe ich gesehen, dass das Feuer dort drüben war und mir gedacht: Das muss ich filmen. Während ich gefilmt habe, bin ich zur Tür gegangen, da ist mir aufgefallen, dass die den Schlüssel nicht bei mir hatte. Ich habe mir gesagt: Dann nehme ich eben den Seiteneingang, um durch die Garage ins Haus zu kommen, denn den Schlüssel hatte ich dabei. Während ich ging, habe ich gefilmt, ich ging langsam rückwärts, habe dabei gefilmt und die Hitze gespürt. Ich bin die Treppen heruntergegangen, denn es wurde richtig heiß. Ich dachte, dass ich hier durchkomme. Ich habe ein bisschen von hier aus gefilmt, wie man auf den Aufnahmen sieht. Mir war nicht klar, dass das Feuer auch von der anderen Seite kam. Das habe ich wohl nicht bemerkt, weil ich gefilmt habe. Und während ich gefilmt habe, merkte ich, wie die Hitze immer näher kam", so der 49-Jährige.

Das Haus steht noch, doch die Feuerwalze hat die Umgebung in eine Aschelandschaft verwandelt.

"Das ist der Horror. Ich kann nicht glauben, dass es ein Leben gebraucht hat, um das alles aufzubauen. Und nach zehn Minuten war nichts mehr übrig. Unglaublich. Das hat keine zehn Minuten gedauert. Nicht mal im Krieg gibt es solch eine Zerstörung", sagt Gkikas.