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"Ohne Vorbedingungen": Trump zu Treffen mit Ruhani bereit

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"Ohne Vorbedingungen": Trump zu Treffen mit Ruhani bereit

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US-Präsident Donald Trump hat sich während seines Besuchs in Rom bereit erklärt, den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani zu treffen.

Seit sich die USA aus dem Atomdeal zurückgezogen haben, hat sich das Verhältnis beider Staaten wieder verschlechtert.

"Wenn sie das wollen, werde ich mich natürlich mit ihnen treffen. Ich weiß nicht, ob sie schon bereit dafür sind, sie haben gerade eine schwere Zeit. Ich habe den Iran-Deal beendet, er war lächerlich. Vermutlich werden sie das Treffen letztendlich wollen."

US-Außenminister Mike Pompeo nannte nach Trumps Auftritt eine Reihe von Forderungen, die die iranische Seite erfüllen müsse, damit Trump zu einem Treffen bereit sei.

Die Regierung in Teheran müsse sich dazu bekennen, "fundamentale" Änderungen daran vorzunehmen, wie sie ihr eigenes Volk behandele, und ihr "bösartiges" Verhalten im Nahen Osten einstellen.

Außerdem müsse sie zustimmen, ein Abkommen abschließen zu wollen, das die Entwicklung von Atomwaffen "tatsächlich" verhindere, sagte Pompeo dem Sender CNBC. Dann sei Trump bereit, Gespräche mit ihnen zu führen.

Auch der Iran will nicht ohne weiteres an den Verhandlungstisch. So müsse Trump etwa den Ausstieg aus dem Atomdeal revidieren und neue Sanktionen gegen Teheran aussetzen, heißt es aus dem Iran.

Trump selbst hatte gesagt, es gebe keine Vorbedingungen für ein Treffen. Er und Ruhani hatten sich in den vergangen Wochen gegenseitig gedroht.

Ruhani wollte etwa Routen für den Ölexport im Persischen Golf schließen. Trump wiederum sprach von schwerwiegenden Konsequenzen.

Die USA wollen nun wieder Sanktionen gegen Teheran verhängen, und das trotz Kritik aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, China und Russland, die den Atomdeal von 2015 ebenfalls unterzeichnet haben.