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Google: Niemand hat die Absicht, eine Zensurmaschine zu errichten

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Google: Niemand hat die Absicht, eine Zensurmaschine zu errichten

Google: Niemand hat die Absicht, eine Zensurmaschine zu errichten
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Mehrere US-Medien berichten, dass Google eine Suchmaschine extra für China entwickeln könnte und dabei staatliche Zensurvorgaben erfüllen würde.

Wie das Investigativportal The Intercept berichtet, könnten dann Suchanfragen nach Themen wie Menschenrechte, Demokratie oder Religion gefiltert werden. Menschenrechtler verurteilten die angeblichen Pläne.

Google äußerte sich nicht zu der Meldung, dementiert wurde das Vorhaben aber aus China. Das Staatsmedium Securities Times schreibt unter Berufung auf "zuständige Abteilungen", Berichte über eine Rückkehr von Google nach China entsprächen nicht der Wahrheit.

Google streitet sich seit Langem mit der chinesischen Regierung über die Zensuranweisungen. 2010 war der Streit eskaliert. Google begann, eine unzensierte Suche anzubieten. 2012 wurde Google daraufhin von der staatlichen Firewall geblockt. Ohne technische Tricks, sogenannte VPNs, ist die Suchmaschine nicht mehr erreichbar. Allerdings ist das Unternehmen über Investments und Apps dort vertreten. Die größte chinesische Suchmaschine ist Baidu. Deren Aktien fielen im Umfeld der Meldung über Googles mutmaßliche Pläne.