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Nach Blutbad im Jemen - neue Friedensgespräche im September

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Nach Blutbad im Jemen - neue Friedensgespräche im September

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Für das Bürgerkriegsland Jemen soll es im September neue Friedensgespräche geben. Nach dem Tod von mehr als 50 Menschen infolge eines Angriffs auf die jemenitische Hafenstadt Hudaida hat der UNO-Sondergesandte Martin Griffiths angekündigt, Verteter der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition und der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen zu Gesprächen nach Genf einzuladen. Wie er am Donnerstag mitteilte, sollen dort am 6. September die Rahmenbedingungen für Friedensgespräche diskutiert werden.

John Ging, UNO-Hilfskoordinator bekräftigte im UN-Sicherheitsrat die Wichtigkeit der Friedensbemühungen:
"Fortdauernde Feindseligkeiten in Hudaida, Unterbrechungen des Hafenbetriebs oder eine Belagerung der Stadt wären eine Katastrophe und müssen vermieden werden. Kein Krisenplan kann die Zivilisten wirksam vor den schrecklichen humanitären Folgen einer Eskalation des Konfliktes in Hodaida schützen. Die Kapazitäten der internationalen Organisationen wären schnell erschöpft."
Griffiths hatte sich zuvor mit dem Anführer der Huthi-Rebellen, Abdel Malik al-Huthi, und Jemens Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi getroffen.

Der Hafen von Hudaida ist für die Versorgung des Jemen lebenswichtig. Hilfsorganisationen bezeichnen die Lage in dem bitterarmen Land als derzeit größte humanitäre Krise weltweit.