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Horror in Syrien: IS enthauptet Studenten (19) nach Geiselnahme

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Horror in Syrien: IS enthauptet Studenten (19) nach Geiselnahme

Suweida nach einem IS-Angriff
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Sana/Handout via REUTERS
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Im Süden von Syrien hat die Terrormiliz IS - laut verschiedenen arabischsprachigen Medien - einen 19 Jahre alten Studenten enthauptet. Das Opfer war zusammen mit seiner Mutter und einer Gruppe von etwa 30 Personen nach Kämpfen in der Provinz Suwaida entführt worden. Es ist die erste Enthauptung durch die IS-Miliz seit Monaten.

Auf zwei Videos und auf Fotos, die der Familie des Opfers per Handy-Nachricht geschickt wurden, ist zu sehen, wie der junge Mann in einem schwarzen T-Shirt mit hinter dem Rücken gefesselten Händen darum fleht, die Verhandlungspartner sollten die Forderungen des IS erfüllen. Sonst würden weitere Geiseln ebenfalls getötet werden. Auch die Enthauptung des jungen Mannes wird auf einem Video gezeigt.

Nach Angaben der Internetplattform "Soueida24" und der Beobachtungsstelle für Menschenrechte (OSDH) hatte der IS auf seinem Rückzug aus Suwaida mehr als 30 Menschen - vor allem Frauen und Kinder - als Geiseln genommen. Das Titelfoto der staatlichen syrischen Agentur SANA zeigt einen Angriff auf die Stadt Suwaida Ende Juli - danach wurden dort mehr als 30 Menschen verschleppt.

Der TV-Sender Al-Arabiya zeigt ein Video, auf dem der junge Mann vor seiner Enthauptung zu sehen sein soll. Die IS-Miliz hat die Tötung des Studenten bisher nicht bestätigt. Auch auf den üblichen Propaganda-Plattformen des sogenannten "Islamischen Staates" wurde das Video nicht verbreitet.

In der Region Suwaida, die von der Minderheit der Drusen verwaltet wird, versuchen die Behörden in Verhandlungen die Freilassung der Geiseln zu erreichen. Beteiligt sind an den Gesprächen - laut einem von der Nachrichtenagentur AFP zitierten Drusenführer - auch die mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verbündeten Russen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtet, die Enthauptung habe stattgefunden, nachdem die Verhandlungen der Regierungstruppen über einen Transfer von IS-Kämpfern aus der Nachbarprovinz Daraa nach Badija gescheitert seien.