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Moskau setzt in der Zentralafrikanischen Republik getötete Journalisten bei

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In Moskau sind die drei in der Zentralafrikanischen Republik getöteten Journalisten beigesetzt worden. Orchan Dschemal, Alexander Rastorgujew and Kirill Radtschenko wurden rund 200 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bangui tot aufgefunden. Sie seien von einer Gruppe Bewaffneter getötet worden, sagte der zentralafrikanische Informationsminister Ange Maxime Kazagui.

Die Journalisten hatten Recherchen im Auftrag des Kremlkritikers Michail Chodorkowski über privat finanzierte russische Söldner in dem Land durchgeführt.

Andrej Konjachin, Chefredakteur und zuständig für das Projekt, sagte: "Wir wollten über russische Interessen in der Zentralafrikanischen Republik berichten. Es gibt eine private Militärfirma, die sich dort aufhält und einheimischen Truppen trainiert. Außerdem interessiert sich Russland für die Gold- und Diamantindustrie."

Für ihr Projekt waren die Männer mit einem Touristenvisum eingereist.

Die Sprecherin der russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte: "Die Botschaft hat ihre Fragebögen von der Botschaft der Zentralafrikanischen Republik in Moskau erhalten. Der Grund ihrer Reise war mit 'Tourismus' angegeben. Wir haben überprüft, ob sie andere Dokumente eingereicht hatten, die im Zusammenhang mit ihrer journalisten Arbeit stehen. Ihnen wurden keine journalistischen Akkreditierungen oder Dokumente für Dreh-und Videoausrüstung und Transport erteilt."

Den Fall untersuchen nun die zentralafrikanischen Ermittler mit Unterstützung der UN-Friedensmission. In der zentralafrikanischen Republik herrschen seit 2013 bürgerkriegsähnliche Zustände, christliche und muslimische Milizen bekämpfen sich. Eine französische Militärintervention bemühte sich um Stabilisierung.