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"Gabala Music Festival" - Musikmix für ein buntes Publikum

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"Gabala Music Festival" - Musikmix für ein buntes Publikum

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Das "Gabala Music Festival" feiert sein zehnjähriges Jubiläum: Die Veranstaltung in den Bergen des Kaukasus im Norden Aserbaidschans begann als ein Klassikfestival, öffnete sich aber über die Jahre allen Musikrichtungen.

Der russische Cellist und Dirigent Dmitry Yablonsky, einer der künstlerischen Leiter des Festivals, erinnert sich an die Premiere der ersten Ausgabe: "Es war ein bunter Mix an Leuten, einige waren aus London eingeflogen, Menschen, die normalerweise Covent Garden oder die Berliner bzw. die Wiener Philharmonie besuchen, saßen auf einmal neben Leuten, die mit ihren Kindern das erste Mal ein klassisches Konzert besuchten. Wir haben glaube ich in einem Jahr die Besucher gezählt und kamen auf rund 25.000 - eine ganz beachtliche Teilnehmerzahl."

Aus Kuba spielte die Gruppe "Jóvenes Clásicos del Son" übersetzt etwa die jungen Klassiker des Klangs. Der "Son Cubano" ist ein kubanischer Musikstil, der sich im späten 19. Jahrhundert entwickelte und viele Elemente spanischer und afrikanischer Herkunft beinhaltet.

Ernesto Reyes Proenza: "Kuba ist ein Land, in dem es viele Musiker aller Richtungen gibt. Bei uns sagt man, man muss nur den Mund aufmachen und man hat einen Musiker. Und sie spielen alle die "Tres)" - die kubanische Gitarre, Perkussion und Trompete - und alle verschiedenen Musikstile. Ganz Kuba ist eine große Musikschule für alle Stilrichtungen."

Das MultiPiano Ensemble aus Israel spielte achthändig an zwei Klavieren Auszüge aus Bachs Konzert in a-Moll nach Vivaldi. Ensemblemitglied Tomer Lev: "Das war sehr beliebt im 19. Jahrhundert. Es gab Ensembles, die Hauskonzerte gaben, sechshändig an einem Klavier, achthändig an zwei Klavieren. Aber im Laufe der Zeit geriet diese Form der Hausmusik in Vergessenheit. Unser Ziel ist es, diese Kunst wieder auf die Bühne zu bringen."

Die Tar) ist eine Langhalslaute und eines der Hauptinstrumente von Mugham, einer traditionellen aserbaidschanischen Musikform. Musiker Sahib Pashazade: "Das war nur ein kleiner Ausschnitt - für mich ist das ein sehr magisches Instrument, die aserbaidschanische Mugham-Musik ist sehr mystisch und sinnlich, Mugham ist eine sehr philosophische Musik."

Diese Musik ist eine hochkomplexe Kunstform, die klassische Poesie und musikalische Improvisation verbindet - das Festival zeigte einige der besten Musiker und Stimmen des Landes.

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