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Maduro beschuldigt Opposition und Kolumbien des Attentats

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Maduro beschuldigt Opposition und Kolumbien des Attentats

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Nach dem mutmaßlichen Attentat auf den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro vor ein paar Tagen beschuldigt der sowohl den kolumbianischen Ex-Präsidenten Juan Manuel Santos und einen der prominentesten Oppositionellen Venezuelas, den früheren Parlamentspräsidenten Julio Borges, in den Vorfall verwickelt sein.

Laut der Opposition könnte der Anschlag inszeniert worden sein, um Repressionen zu rechtfertigen. Laut Maduro seien allerdings Auftragskiller im Nachbarland Kolumbien für das Attentat ausgebildet worden. Maduro präsentierte Videos mit Aussagen von sechs Festgenommenen bei einer Fernsehansprache. Nicolás Maduro:

"In mehreren Aussagen wird auf Julio Borges verwiesen. Dieser Julio Borges, der in einer Villa in Bogotá lebt, wird von der scheidenden Regierung Kolumbiens geschützt. Julio Borges. Wir wissen, dass er feige genug ist, sich an so einem Anschlag zu beteiligen, ich weiß das sehr gut. Es gibt Verbindungen zu allen gewalttätigen Ereignissen, "Guarimbas", Putschversuchen der letzten 15 Jahre. Immer Julio Borges, und jetzt die direkte Verbindung. Und ein weiterer Oppositionsführer ist dabei, einer der verrücktesten und psychopathischsten. Juan Requesens, einer der schlimmsten Psychopathen der Opposition."

Der Oppositionsabgeordnete Juan Requesens und seine Schwester Rafaela Requesens, eine Studentenführerin, wurden auch festgenommen; sie ist ist inzwischen wieder auf freiem Fuss. Die Opposition befürchtet, die Regierung könnte den Vorfall nutzen, um die Repressionen gegen Kritiker zu verschärfen. Sie fordert eine unabhängige Untersuchung.

Borges reagierte auf Twitter. Maduro habe ihm bereits die verschiedensten Straftaten vorgeworfen, darunter Frauenhandel. Borges nannte das Attentat eine Farce und erklärte, der venezolanische Präsidenten selbst sei der eigentlich Verantwortliche für die Situation im Land, Maduro habe jegliche Glaubwürdigkeit verspielt.

Maduro wiederum erklärte, es würden Auslieferungsanträge gegen die Hintermänner in den USA und Kolumbien gestellt, sie würden eine "maximale" Strafe erhalten, so Maduro.