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DNA-Test nach Exhumierung: Japanerin ist Tochter von Gewichtheber Naim Süleymanoğlu

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DNA-Test nach Exhumierung: Japanerin ist Tochter von Gewichtheber Naim Süleymanoğlu

DNA-Test nach Exhumierung: Japanerin ist Tochter von Gewichtheber Naim Süleymanoğlu
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Fast ein Jahr nach dem Tod des bulgarisch-türkischen Gewichthebers Naim Süleymanoğlu gibt es für eine junge Japanerin Gewissheit. Die Tochter der Autorin Kyoko Mori hatte sich nach dem Tod Süleymanoğlus gemeldet, sie sei aus einer Beziehung ihrer Mutter zu dem Sportler hervorgegangen.

Süleymanoğlu war im November 2017 nach einer Lebertransplantation im Alter von 50 Jahren in Istanbul gestorben.

Sekai Mori, eine potenzielle Erbin, ging vor Gericht um die Verwandtschaft offiziell anerkennen zu lassen.

Türkische Behörden entschieden, den Leichnam des Gewichthebers zu exhumieren, um einen DNA-Abgleich durchzuführen. Dieser Test fiel nun positiv aus.

Damit wird das Erbe Süleymanoğlus nun durch vier geteilt - denn der Ausnahmesportler hatte vier Kinder mit drei verschiedenen Frauen. Verheiratet war er nie. Seine drei anderen Kinder leben in der Türkei.

Süleymanoğlu war zum ersten Mal mit 16 Jahren Weltmeister im Gewichtheben. 1986 nahm er die türkische Staatsbürgerschaft an und trat zwei Jahre später für die Türkei bei den Olympischen Spielen in Seoul an - wo er Gold im Federgewicht holte.

Auch bei den beiden darauffolgenden Olympischen Spielen siegte er und wurde nicht zuletzt durch seine 22 WM-Titel zum Star der Gewichtheber-Szene.

Aufgrund seines Talents und seiner Körpergröße von 1,47 Metern bekam er den Spitznamen "Westentaschen-Herkules".

Naim Süleymanoğlu besaß Schätzungen zufolge vier bis fünf Immobilien, im Wert von bis zu zwei Millionen Lira (umgerechnet rund 350.000 Euro). Vor seinem Tod soll er seinem Bruder zudem eine große Summe Geld gegeben haben.