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Abgezockt und angemacht: Touristen immer unverschämter behandelt?

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Abgezockt und angemacht: Touristen immer unverschämter behandelt?

Abgezockt und angemacht: Touristen immer unverschämter behandelt?
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Pixabay CC mac8oppo
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Die Geschichte der Touristen aus Chile, die für zwei Kaffee und zwei Wasser auf dem Markusplatz in Venedig 43 Euro bezahlt haben, geht in den sozialen Medien um die Welt. Das noble Café hat sich verteidigt, es habe dort Musik gegeben und die Gäste hätten für den besonderen Ort mit besonderem Flair bezahlt. Der in Italien lebende Chilene, ein Politiker, hat auf Facebook viele, viele Gleichgesinnte gefunden, die es ganz einfach unverschämt finden, wie Touristen weltweit abgezockt werden.

Bei der Hitzewelle ist es besonders unangenehm, wenn die Cafébesitzer zum Kaffee kein kostenloses Glas Leitungswasser spendieren wollen. Von der Unhöflichkeit, mit der einige Kellner die Frage nach dem Wasser zurückweisen, ganz zu schweigen. Oft müssen sie nur die Direktiven ihrer Chefs umsetzen...

Nicht nur in Venedig, auch in Barcelona, Amsterdam und Dubrovnik protestieren Bewohner gegen allzu viele Touristen, gegen die dunkle Seite des Tourismus. Das verschärft die Spannungen in den Touristenhochburgen.

Der Facebook-Post von Juan Carlos Bustamente wird weiter täglich tausendfach geteilt und kommentiert: Wasser für 20 Euro und Kaffee für 23 Euro. Ist Ihnen etwas Ähnliches auch schon mal passiert? Haben Sie in diesem Sommer etwas besonders Unverschämtes erlebt?

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Wegen der Hitze wurden die in Frankreich und anderen Ländern in Südeuropa üblichen Brunnen und Wasserhähne mit Trinkwasser schon mal abgestellt - im Prinzip gibt es diese aber noch. Und auch in Osteuropa sind Springbrunnen oft die neuen Swimmingpools - der Wunsch nach Abkühlung ist oft viel zu dringend...

In Paris kostet eine Cola oft über 5 Euro, an vielen Orten sind LIGHT- oder ZERO-Getränke teurer als die mit Zucker - auch wenn die französische Regierung besonders für Kinder und Jugendliche zuckerhaltige Getränke mit Gebühren belegen wollte.

Touristen werden in Restaurants angemacht oder gar weggeschickt, wenn sie nur eine Vorspeise bestellen wollen - auch wenn sie Gäste begleiten, die ein Hauptgericht verzehren. "Ich könnte Sie auch rauswerfen", sagte ein Restaurantbetreiber im schicken Viertel Marais in Paris in einem fast leeren Etablissement zu einer Kundin, die nur Spargel mit Lachs für 13 Euro bestellt hatte. Dabei waren insgesamt fünf Leute an zwei Tischen im gesamten Restaurant anwesend.

Viele französische Touristen sind bis Mitte Juli zu Hause geblieben und haben sich die Fußball-WM angeschaut. Daher hoffte die Tourismus-Industrie auf die August-Gäste. Der Eiffelturm in Paris war dann gleich mal wegen eines Streiks geschlossen.

Ohnehin ist die französische Hauptstadt von einer Rattenplage betroffen - wie ein Schockvideo anschaulich aufgezeigt hat.