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Medwedew nennt neue US. Sanktionen "Wirtschaftskrieg"

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Medwedew nennt neue US. Sanktionen "Wirtschaftskrieg"

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Russland legt nach der ersten Empörung über neue US. Sanktionen nach: Ministerpräsident Dimitri Medwedew sagte, jeder Versuch der USA, die Handlungsfähigkeit russischer Banken oder ihre Fremdwährungsgeschäfte zu beschränken, käme der Erklärung eines Wirtschaftskrieges gleich. Darauf müsse Russland wirtschaftlich, politisch oder, wenn nötig, mit anderen Mitteln reagieren, das müsse Amerika verstehen.

Der russische Analyst Dimitri Oreshkin meint, die neuen Sanktionen könnten "ernste Folgen" für die russische Wirtschaft haben:

"Die Antwort sollte, wie schon Gorbatschow sagte, 'asymmetrisch' sein, also stark und unerwartet. Aber wie kann Russland mit seiner schwächelnden Wirtschaft so reagieren, zumal es nur Verbündete wie Syrien und den Iran hat und sich zugleich ein immer offensichtlicher werdender Trend zum wirtschaftlichen Niedergang zeigt."

Der Wirtschaftsanalytiker Sergej Chestanow meint, der aktuelle Verfall des Rubels nähme die kommenden Sanktionen vorweg.

"So genannte Gegenmaßnahmen - Russland kann denen, die Sanktionen verhängen, keinen nennenswerten wirtschaftlichen Schaden zufügen. Ihre Abhängigkeit von russischen Gütern ist zu schwach, um in entsprechender Stärke auf die Sanktionen reagieren zu können. Aber Russland kann die Auswirkungen auf seine Wirtschaft bis zu einem gewissen Grad mildern."

Moskaus Finanzminister Anton Siluanov glaubt, die russische Wirtschaft sei in letzter Zeit viel widerstandsfähiger gegen externen Druck geworden.

Die neuen Sanktionen betreffen Elektronik, Laser, Sensoren und Öl- und Gastechnologie. Ein amerikanischer Regierungssprecher sprach von einem Handelsvolumen in dreistelliger Millionenhöhe.