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Ryanair-Streik: Keine weitergehenden Entschädigungen

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Ryanair-Streik: Keine weitergehenden Entschädigungen

Passagiere am Flughafen Schönefeld
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REUTERS/Fabrizio Bensch
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Nach den neuerlichen Streiks hat Ryanair neben Gewinnverlusten auch mit tausenden verstimmten Fluggästen zu kämpfen. Zwar erstattet Ryanair Passagieren die Kosten für den annullierten Flug. Viele Passagiere drängen aber auf weitergehende Entschädigungen. Denn ein annullierter Flug kann manchmal auch bedeuten, dass ein ganzer Sommerurlaub ausfällt.

Plattformen wie En-Colectivo unterstützen die Fluggäste bei ihren Forderungen. Sprecher Diego Maraña sagt aber, grundsätzlich handele Ryanair im Einklang mit geltendem Recht:

"In der EU-Verordnung zu den Fluggastrechten werden weitergehende Schäden nicht erwähnt. Es sind nur Entschädigungen für den annullierten Flug oder eine Verspätung vorgesehen, abhängig von der Flugdistanz und der Zeit."

"Was wir versuchen zu erreichen, ist, dass auch der weitergehende materielle und moralische Schaden und der Gewinnverlust berücksichtigt wird. Wir fordern, dass Ryanair für den Schaden aufkommt, den die Annullierung eines Flugs und die Tatsache, dass das Flugunternehmen nicht nach einem Ersatzflug sucht, mit sich bringt."

"Wir sind überzeugt, dass solche Entschädigungen vollkommen gerechtfertigt sind. Ryanair ist verpflichtet, nach alternativen Flügen zu suchen, damit der Schaden für die Passagiere möglichst klein gehalten wird. Die Tatsache, dass das Unternehmen die Kosten für das Ticket zurückerstattet, befreit es nicht von diesen anderen Forderungen."