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Tote Kinder im Jemen: Vereinte Nationen fordern "transparente Aufklärung"

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Tote Kinder im Jemen: Vereinte Nationen fordern "transparente Aufklärung"

Tote Kinder im Jemen: Vereinte Nationen fordern "transparente Aufklärung"
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Nach dem jüngsten von Saudi-Arabien geführten Luftangriff im Jemen fordert der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine transparente Untersuchung.

Die Mitglieder haben ihre ernsthafte Besorgnis zum Ausdruck gebracht. Sie fordern eine glaubhafte Untersuchung.

Karen Pierce Britische Botschafterin bei den Vereinten Nationen

Dutzende Kinder getötet

Bei dem Angriff waren in Sadaa 29 Kinder in einem Schulbus getötet und mindestens 30 weitere verletzt worden. Nach einer Sitzung des Sicherheitsrats trat Karen Pierce, die britische UN-Botschafterin, vor die Kameras:

"Die Mitglieder haben sich getroffen und den Bericht zu den jüngsten Attacken in Saada gehört, der eine große Anzahl ziviler Opfer gefordert hat, darunter auch Kinder. Die Mitglieder haben ihre ernsthafte Besorgnis zum Ausdruck gebracht. Sie fordern eine glaubhafte und transparente Untersuchung."

Saudi-Arabien in Erklärungsnot

Das saudi-arabische Bündnis hatte sich mit verschiedenen Versionen gerechtfertigt: Zunächst hatte es geheißen, in dem Bus hätten sich Huthi-Rebellen aufgehalten, später, die Bomben hätten eigentlich Raketenwerfern der Aufständischen gegolten

"Die traurige Wahrheit ist, dass wir eine große Zahl von Märtyrern zu beklagen haben, 51 Menschen, 79 wurden verletzt", so der Gesundheitsminister des Jemen, Taha Mutawakil.

Seit mehr als drei Jahren bombardiert das Bündnis Stellungen der Huthi-Rebellen, die weite Teile des Landes vor allem im Norden sowie die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Als Verbündeter der international anerkannten Regierung des Jemens tötete die Koalition dabei Tausende Menschen, darunter viele Zivilisten. Der Angriff am Donnerstag ist einer der schwersten auf unbeteiligte Menschen in dem Bürgerkrieg.