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Erdbeben auf Lombok: Zahl der Toten steigt

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Erdbeben auf Lombok: Zahl der Toten steigt

Erdbeben auf Lombok: Zahl der Toten steigt
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Das schwere Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok hat mehr Menschen das Leben gekostet als bisher vermutet. Die offizielle Zahl habe nun 387 Todesopfer erreicht, sagte ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde. Die Zahl der Toten werde weiter steigen, noch immer seien Menschen verschüttet. Fast 13.700 Menschen seien verletzt worden.

Die meisten, die hier im Krankenhaus versorgt werden, leiden etwa an Durchfallerkrankungen.

Rapsangine Krankenhausmitarbeiter

Andrang in Krankenhäusern

"Die meisten, die hier im Krankenhaus versorgt werden, leiden etwa an Durchfallerkrankungen und Atemproblemen. Wir behandeln auch Rückenschmerzen", so ein Krankenhausmitarbeiter.

Nach Angaben der Behörden fehlte es am Samstag zur Versorgung der Überlebenden noch an Zelten, Essen und Decken.

"Wir haben hier schon eine Menge Hilfe, aber ich hoffe, dass noch mehr Lastwagen zur Verfügung stehen werden, um die Hilfsgüter an jene Menschen zu verteilen, die sie so dringend brauchen", so Budi Handoyo, Chef des Militärflughafens von Selaparang.

Zehn Prozent der Einwohner obdachlos

Rund 70.000 Häuser wurden zerstört. Etwa zehn Prozent der vier Millionen Einwohner Lomboks sind nach dem Beben obdachlos.

Ein Kunde ist erleichtert, das zumindest die Märkte wieder geöffnet sind: "Jetzt können wir Lebensmittel kaufen, während die sich die Situation hoffentlich bald normalisiert. Wir sind natürlich immer noch besorgt."

Das Erbeben der Stärke 6,9 hatte die kleinere Nachbarinsel von Bali am vergangenen Sonntag erschüttert.

Wenige Tage zuvor waren bei einem Beben bereits 20 Menschen getötet worden. Auch ein schwereres Nachbeben am Donnerstag kostete mindestens drei Menschen das Leben.