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Wegen Diskriminierung: Paris Saint-Germain muss Strafe zahlen

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Von Leo Eder  mit dpa
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Der französische Fußball-Meister Paris Saint-Germain muss eine Strafe von 100.000 Euro zahlen, weil er bei der Rekrutierung neuer Spieler umstrittene Formulare verwendet hat.

Das entschied der Disziplinar-Ausschuss der französischen Liga.

Unter anderem geht es um vermutete Diskriminierung auf Grund der Herkunft, der ethnischen Gruppe oder der Nationalität von potenziellen Spielern. Antwortoptionen auf den Formularen waren zum Beispiel "französisch", "maghrebinisch" oder "schwarz-afrikanisch".

Die Erhebung ethnischer Daten von Personen ist in Frankreich verboten. Auch die Staatsanwaltschaft hat sich eingeschaltet.

"Allein die Existenz dieser Formulare, die nicht hinterfragt wurde, deren Inhalt selbst nicht hinterfragt wurde, die ein Auswahlelement enthielten, das sich auf die Herkunft der Spieler bezieht... Diese Elemente schienen uns individuelle Fehltritte zu sein, und waren das Ergebnis kollektiver Fahrlässigkeit. Und das führte jetzt zu den Entscheidungen der Kommission", sagte der Vorsitzende des Disziplinar-Ausschusses der Ligue de Football Professionnel (LFP), Sébastien Deneux.