Rettungsschiff "Mare Jonio": Besatzung wird auf Lampedusa festgesetzt

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Copyright REUTERS/Antonio Parrinello (Archiv)
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Die italienischen Behörden ermitteln gegen unbekannt wegen "Begünstigung illegaler Migration". Die Migranten auf der "Mare Jonio" waren vor der libyschen Küste aufgegriffen worden.

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Nach der Rettung von 49 Migranten an Bord der "Mare Jonio" ist das Rettungsschiff im Hafen von Lampedusa festgesetzt worden. Die Behörden ermitteln nun wegen "Begünstigung illegaler Migration". Die Migranten waren vor der libyschen Küste aufgegriffen worden.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini hatte das Anlegen des unter italienischer Flagge fahrenden Schiffes der Hilfsorganisation "Mediterranea Saving Humans" untersagt und die Festnahme der Besatzung angeordnet. "Italien lasse sich nicht von derartigen Aktivisten erpressen" erklärte Salvini, "die Häfen sind und bleiben geschlossen".

Seit vergangenem Sommer hatte die populistische Regierung in Rom immer wieder das Anlegen von Rettungsschiffen blockiert. Tagelang hatten die teils stark überfüllten Rettungsboote auf dem Mittelmeer ausgeharrt, bis sich europäische Regierungen über eine Aufnahme der Migranten verständigt hatten.

Die italienische Justiz ermittelt unterdessen wegen"Freiheitsberaubung" und "Amtsmissbrauchs" gegen Salvini, weil er Migranten auf dem Küstenwachschiff "Diciotti" untersagt hatte, an Land zu gehen. Doch ein Prozess ist aufgrund seiner parlamentarischen Immunität derzeit unmöglich - über ihre mögliche Aufhebung soll der italienische Senat am Mittwoch abstimmen.

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