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Geschlossen wegen Covid-19: Iraner stürmen Heilige Stätten

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Von Christoph Debets  mit AP
Polizeieinsatz gegen radikale Schiiten
Polizeieinsatz gegen radikale Schiiten   -   Copyright  AP / Privataufnahmen via ASSOCIATED PRESS   -  

Im Iran soll die Bevölkerung wegen der Coronakrise auf unnötige Reisen verzichten. Das religiöse und politische Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, erließ eine entsprechende Fatwa, eine religiöse. Am Freitag begehen die Menschen im Iran Nowruz, das Neujahrsfest des persischen Kalenders.

Am Montagabend hatte eine Gruppe strenggläubiger Schiiten den Imam Reza Schrein in Maschad, eines der höchsten schiitischen Heiligtümer gestürmt. Um die Verbreitung des Virus zu stoppen, waren die von vielen Pilgern besuchten Schreine in Maschad und der heiligen Stadt Qom gesperrt worden. Auch in Qom kam es vor dem Schrein der Fatima Masuma zu Ausschreitungen.

Fatima ist die Schwester von Imam Reza, des in Maschad beigesetzen Achten Imams.

Das Staatsfernsehn warnte die Bevölkerung vor „mehreren Millionen Toten“ falls die Reisewarnungen und Gesundheitsanweisungen nicht eingehalten werden.

90 % alle Covid-19 Fälle im Nahen Osten sind im Iran. Seit Beginn der Epidemie sind im Iran fast 1.000 Menschen gestorben, über 16.000 haben sich infiziert. In Bander Abbas errichteten die Behörden eine Feldlazarett.

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