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Unter Covidioten? Lafontaine (77) lästert gegen Lauterbach

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Von Euronews
Oskar Lafontaine
Oskar Lafontaine   -   Copyright  Auf seiner Facebook-Seite   -  

Auf Twitter ist der LINKEN-Politiker und ehemalige SPD-Kanzlerkandidat von 1990 Oskar Lafontaine an diesem Freitagabend unter meistdiskutierten Themen. Der 77-Jährige lästert in einem langen Facebook-Post gegen die Corona-Politik der Regierung und vor allem gegen den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Lafontaine bezeichnet den Virologen als "Heulboje", er schreibt, Lauterbach benutze "die Delta-Variante, um erneut zu warnen und Schreckensszenarien in die Welt zu setzen. Dabei zeigt sich immer mehr, dass die sogenannten Experten Arm in Arm mit der Pharmaindustrie den Teufel an die Wand malen, um möglichst viele Leute mit den Impfstoffen mit „bedingter Marktzulassung“ zu impfen und den nächsten Lockdown vorzubereiten. Dabei verlieren die „Experten“ allmählich ihre Glaubwürdigkeit."

In den sozialen Netzwerken meinen aber einige, dass vor allem Lafontaine seine Glaubwürdigkeit verloren hat.

Die FDP-Politikerin Katharina Preisler findet, dass Lafontaine mit seinen Statements Verschwörungsmythen befeuere.

Zuspruch für seine Äußerungen, in denen er schreibt, der Begriff "Covidioten" falle auf diejenigen zurück, die ihn erfunden hätten. um andere herabzuwürdigen, bekommt Lafontaine vor allem aus der AfD.

Der Wissenschaftler Andreas Backhaus aus München meint auf Twitter, hinter dem Facebook-Post müsse man einen Hilferuf sehen, Lafontaine sei "völlig verloren in der heutigen Welt".

Kritik an Lafontaine kommt auch aus den Reihen seiner eigenen Partei.

Die Linke hat laut Presseberichten Mitte Juni ein Parteiausschlussverfahren gegen Oskar Lafontaines Ehefrau Sahra Wagenknecht eingeleitet. Die NRW-Spitzenkandidatin der Partei bei der Bundestagswahl ist wegen ihres Buches "Die Selbstgerechten" auch innerparteilich in die Kritik geraten.