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Kein Tabu-Thema? Frankreichs Bischöfe beraten über Missbrauchsskandal

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Von Maxime Biosse Duplan  & Euronews  mit AFP, AP
Kein Tabu-Thema? Frankreichs Bischöfe beraten über Missbrauchsskandal
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Frankreichs Bischöfe sind in dem Wallfahrtsort Lourdes zu ihrem Jahrestreffen zusammengekommen - einen Monat nach dem Bericht über den weit verbreiteten sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche. Seit Jahren versucht die Kirche, den Skandal mit mehr als 300.000 Missbrauchsopfern aufzuarbeiten, nach Ansicht der Verbände von Betroffenen reichen die bisherigen Maßnahmen nicht aus.

Der mit der Aufarbeitung beauftragte Bischof, Monseigneur Luc de Crepy, sagte, es gebe kein Tabuthema. Die Frage der finanziellen Entschädigungen sei Sache der Justiz und werde angesprochen. Aber es gehe auch um die Opfer, bei denen die Taten verjährt seien und darum zu sehen, wie die Kirche in diesen Fällen für Gerechtigkeit sorgen könne.

Der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Hugues de Woillemont, erklärte, die Bischöfe hätten mit den Entschädigungszahlungenbegonnen, Man wolle bald konkrete Zahlen vorlegen. es gehe um Beträge in Höhe von mehreren hunderttausend Euro.

Über die weitere Aufarbeitung des Missbauchsskandals wollen die Bischöfe am kommenden Montag in Lourdes abstimmen.

Journalist • Kirsten Ripper