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Mallorca: Zwölf von 24 Migranten sind in Untersuchungshaft

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Von Euronews  mit dpa, EFE
Flugzeug auf einem Rollfeld
Flugzeug auf einem Rollfeld   -   Copyright  Michael Probst/AP Photo

Nach der erzwungenen Landung eines Passagierflugzeugs auf der spanischen Insel Mallorca sind die zwölf mittlerweile gefassten Migranten dem Haftrichter vorgeführt worden. Wie die Nachrichtenagentur EFE meldet, werde den Männern illegale Einwanderung, Störung der öffentlichen Ordnung sowie Aufruhr vorgeworfen.

Sie müssen nun in Untersuchungshaft, wie eine Ermittlungsrichterin in der Hauptstadt Palma entschied. Wie aus Justizkreisen bekannt wurde, ist die Polizei auf der Suche nach weiteren zwölf Menschen, die aus dem Flugzeug stürmten.

Die spanische Polizei prüft nun, ob die Notlandung und die anschließende Flucht möglicherweise auf Facebook geplant worden ist. Dabei gehe es um eine Mitteilung in einer marokkanischen Facebook-Gruppe, in der die Ereignisse vom vergangenen Freitag schon vor längerem beschrieben worden sein sollen. Ob diese Mitteilung etwas mit der Notlandung zu tun habe, sei aber noch offen, teilte die Polizei am Montag mit.

Die Maschine der Fluggesellschaft Air Arabia Maroc war am Sonntag auf dem Weg von Casablanca nach Istanbul auf der Mittelmeerinsel notgelandet. Grund war ein vorgetäuschter medizinischer Notfall an Bord. Der angeblich erkrankte Passagier wurde in ein Krankenhaus gebracht. Nach der Landung nutzen die Männer die hektische Situation aus und verschwanden über das Rollfeld.