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7-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt: Überlastete Kliniken, Umsatzeinbußen im Handel

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Von euronews
SOS im Krankenhaus von Kaufbeuren im Ostallgäu
SOS im Krankenhaus von Kaufbeuren im Ostallgäu   -   Copyright  Karl-Josef Hildenbrand/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten   -  

In Deutschland trübt die Pandemie-Lage die Adventsstimmung. Die 7-Tage-Inzidenz ist laut Robert-Koch-Institut erneut leicht auf 441 gestiegen. Die Zahl der am Montag gemeldeten Covid-19-Neuinfektionen lag mit fast 28.000 zwar niedriger als zuvor, aber viele Gesundheitsämter kommen mit den Zahlen nicht hinterher. Am Sonntag waren es bei 42.055, am Freitag waren es noch rund 74.000. Viele Politiker warnen trotzdem vor einem harten Winter. So riet FDP-Generalsekretär Volker Wissing dazu, Weihnachten im kleinen Kreis zu verbringen. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus forderte Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte in Gebieten mit besonders vielen Fällen.

Noch-Gesundheitsminister Jens Spahn sagte am Freitag, er rechne an Weihnachten mit dem "traurigen Höhepunkt" dieser Pandemiewelle mit mehr als 5000 Corona-Patient:innen auf Intensivstationen. Derzeit sind es laut Intensivregister fast 4800. Die Kliniken sind laut deutscher Krankenhausgesellschaft so belastet wie nie in der Geschichte der Bundesrepublik. In vielen Landkreisen gebe es keine freien Intensivbetten mehr. Die Regelversorgung sei stark eingeschränkt.

Einzelhandel klagt wegen 2G

Unterdessen klagt der Einzelhandel angesichts der seit dieser Woche in vielen Bundesländern geltenden 2G-Regel über Umsatzeinbußen. Der Geschäftsführer des Handelsverbandes sprach von einer "dramatischen Zäsur im Weihnachtsgeschäft". 2020 mussten viele Läden in der zweiten Dezemberhälfte ganz schließen. Der Handelsverband forderte mehr Wirtschaftshilfen.

Zur längerfristigen Pandemiebekämpfung will die künftige Ampel-Koalition in der kommenden Woche weitere Impf-Vorschriften auf den Weg bringen. So soll der Bundestag über die Impfpflicht für Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen entscheiden. Zudem soll beschlossen werden, dass die Corona-Impfung auch in Apotheken, Tier- und Zahnarztpraxen erfolgen kann. Zu einem späteren Zeitpunkt soll der Bundestag über die Einführung einer allgemeinen Impflicht abstimmen. Zwei Drittel der Bürger:innen sind laut Umfragen dafür.