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WHO: "Lieber später feiern, als jetzt feiern und dann trauern."

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Von Evelyn Laverick
WHO: "Lieber später feiern, als jetzt feiern und dann trauern."
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Noch hoffen viele in ganz Europa auf ein Weihnachtsfest am Wochenende ohne Einschränkungen, insbesondere in Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation allerdings empfiehlt angesichts der weltweit rasant zunehmenden Omikron- Fälle, Veranstaltungen über die Feiertage abzusagen. Eine Botschaft, die niemand gern hört. Und das dieses Jahr noch grosse Silvesterpartys stattfinden werden, erwartet kaum noch jemand.

Eine abgesagte Veranstaltung ist besser als ein zerstörtes Leben. Lieber jetzt absagen und später feiern, als jetzt feiern und später trauern.
Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus
Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation

Eine beruhigende Weihnachtsbotschaft hat die WHO für die Kinder: Der Weihnachtsmann kann trotz der Corona-Pandemie um den Globus reisen, um seine Geschenke zu verteilen.

Sie verstehe die Sorgen um den Weihnachtsmann, da dieser von „höherem Alter“ sei, sagt die für die Bekämpfung der Pandemie zuständige WHO-Expertin Maria Van Kerkhove in Genf. Doch sei der Weihnachtsmann „immun“ gegen das neuartige Virus. Sie und ihre WHO-Kollegen hätten kurz mit dem Weihnachtsmann gesprochen – ihm und seiner Frau gehe es „sehr gut“, sie seien derzeit „sehr beschäftigt“, erklärt Van Kerkhove.

In Deutschland hofft man auf 30 Millionen geboosterte bis zum Jahresende, trotzdem verhandeln Bund und Länder auf dringende Empfehlung der Expertenkommission Kontaktbeschränkungen, allerdings erst nach Weihnachten. "Spätestens ab dem 28. Dezember" sollen private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen auf maximal zehn Personen begrenzt werden. Dies gelte für private Treffen im Innen- wie im Außenbereich. Und "Sobald eine ungeimpfte Person an einer Zusammenkunft teilnimmt, gelten die Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte: Man ist auf den eigenen Haushalt und höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes beschränkt". In den Niederlanden sind sie bereits  Kontaktbeschränkungen erlassen, die Schweiz hat strenge Maßnahmen eingeführt, darunter auch eine Homeoffice-Pflicht.

In Bayern hat man bereits Bars und Clubs für die nächsten Tage und Wochen geschlossen, um Hotspots und Superspreaderevents zu vermeiden.
Hendrik Streeck
Corona-Expertenrat der Bundesregierung

Das RKI hat seine Risikobewertung zu Omikron aktualisiert. die Ansteckungsgefahr wird nun auch für doppelt Geimpfte als "hoch" eingeschätzt – und warnt vor schlagartigem Wachstum der Fallzahlen.