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Schock über erfrorenen 2-Jährigen: Allein aus dem Gitterbett geklettert

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Von Euronews
Schnee in Österreich - Symbolbild
Schnee in Österreich - Symbolbild   -   Copyright  Matthias Schrader/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved   -  

In Oberösterreich ist der Schock noch immer enorm. Ein 2 Jahre alter Bub, der nachts im Schlafanzug aus dem Haus gelaufen war, weil er seine Eltern suchte, war kurz vor Weihnachten erfroren. Das Drama ereignete sich in der Nacht auf den 23. Dezember im Ort Vorderweißenbach - unweit der tschechischen Grenze. Es herrschte eine Nachttemperatur von minus 10 Grad.

Bürgermeister Leopold Gartner hat die Eltern, die sich selbst Vorwürfe machen, getroffen. Er sagt gegenüber der Kronen Zeitung: "Ich bin eineinhalb Stunden bei ihnen gesessen und hab’ versucht, sie zu trösten - auch wenn das derzeit nicht wirklich möglich ist."

Die Eltern können sich nicht erklären, wie es der Junge geschafft hat, aus dem Gitterbett zu klettern, die Haustür zu öffnen und über die Straße zu laufen. 

Offenbar hatte das Babyfon nicht funktioniert - wie der Kurier berichtet. Die Eltern waren bei den Nachbarn, hatten das Babyfon dabei - und sich offenbar so sehr darauf verlassen, dass sie das Verschwinden des Kindes nicht gleich bemerkten. Nach Angaben der Krone war die Haustür nicht abgeschlossen.

Als den Eltern um 5 Uhr morgens auffiel, dass der Junge nicht in seinem Bett war, machten sie sich auf die Suche. Doch für den Kleinen, der offenbar im Dunkeln die Orientierung verloren hatte, kam jede Hilfe zu spät. Die Wiederbelebung des Jungen, der völlig unterkühlt vor der Garage der Nachbarn gefunden wurde, war nicht erfolgreich.

Der 31 Jahre alte Vater und die 28 Jahre alte Mutter, die im März ihr zweites Kind erwartet, werden psychologisch betreut.

Weitere Quellen • Kurier, Krone