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Desmond Tutu: Südafrika trauert, die Welt trauert mit

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Von Manuela Scarpellini
Desmond Tutu: Südafrika trauert, die Welt trauert mit
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Im südafrikanischen Kapstadt versammelten sich Trauernde in der anglikanischen St. George's Kathedrale, um nach dem Tod des Anti-Apartheid-Kämpfers Desmond Tutu Blumen niederzulegen, sich in das Kondolenzbuch einzutragen und dem Friedensnobelpreisträger die letzte Ehre zu erweisen. 

Unter anderem auf Twitter bekunden viele ihre Trauer um der Erzbischof von Kapstadt, darunter die Nelson Mandela Foundation:

Auch der Dalai Lama, spirituelles Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, kondolierte.

Der amtierende Präsident Südafrikas, Cyril Ramaphosa, nannte Tutu einen Patrioten ohne Gleichen, der die biblische Einsicht gelebt habe, dass Glaube ohne Werke tot sei. "Wir beten, dass seine Seele in Frieden ruht, dass aber sein Geist über die Zukunft unserer Nation wachen wird."

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama nannte Tutu einen Mentor, Freund und moralischen Kompass. Tutu sei im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit in seinem eigenen Land verwurzelt, aber zugleich besorgt gewesen über Ungerechtigkeit, wo auch immer in der Welt.

Im gleichen Sinne äußerten sich auch der französische Präsident oder der britische Premierminister.

Vor einem Cricket-Testmatch zwischen Südafrika und Indien hielten die Spieler eine Schweigeminute im Stadion ab. 

Südafrika trauert um den Mann, der als unbestechliche moralische Instanz galt, der mit für das Ende der Apartheit gekämpft hat - und dann dafür, das sich die Menschen Südafrikas vergeben und Frieden finden, um gemeinsam das neue Südafrika zu schaffen.