Frauen für Missbrauchsring angeworben: Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell verurteilt

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Von euronews
Ein Plakat der US-Justiz zeigt Maxwell und Epstein (Aufnahme aus dem Juli 2020)
Ein Plakat der US-Justiz zeigt Maxwell und Epstein (Aufnahme aus dem Juli 2020)   -   Copyright  John Minchillo/ The Associated Press   -  

Ein Gericht in New York hat die britische Unternehmerin Ghislaine Maxwell für schuldig befunden, an den Machenschaften des US-Geschäftsmanns Jeffrey Epstein mitgewirkt zu haben. Laut Urteil hat Maxwell minderjährige Frauen mit dem Ziel angeworben, diese dem Missbrauchsring zuzuführen.

Verteidigung will Berufung beantragen

Maxwells Anwältin Bobbi Sternheim sagte: „Wir glauben fest an ihre Unschuld und sind über das Urteil enttäuscht. Wir kümmern uns bereits um die Berufung und sind überzeugt, dass ihr Ruf wiederhergestellt wird.“

Das Strafmaß ist noch nicht bekannt. Maxwell, die die Vorwürfe bestreitet und vor Gericht schwieg, droht jahrzehntelange Haft.

Opferanwalt: „Sieg für alle Opfer von Maxwell und Epstein"

Der Opferanwalt Spencer Kuvin meint: „Das ist ein Sieg für alle Opfer von Maxwell und Epstein. Ich glaube auch, dass es ein Sieg für alle Kinder, Jungen, Mädchen, Frauen und Männer ist, die Missbrauchsopfer sind. Das wird ihnen den Antrieb geben, ihre Wahrheit zu äußern und hoffentlich wie diese jungen Damen, die in Verbindung zu Frau Maxwell standen, Gerechtigkeit zu erfahren."

Maxwell ist eine frühere Lebensgefährtin von Epstein. Der US-Amerikaner war im August 2019 im Alter von 66 Jahren leblos in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden worden. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Gerichtsverfahren gegen den wegen eines früheren Sexualverbrechens vorbestraften Epstein vorbereitet. Auch mehrere Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaftsleben sollen über Sexualbeziehungen zu den von Epstein und Maxwell vermittelten minderjährigen Frauen verfügt haben.