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Aufgewühlte See, emotionales Gedenken - 10. Jahrestag Costa Concordia

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Von Euronews mit dpa
Ein Blumenkranz wurde in die Fluten vor der Insel Giglio gelassen
Ein Blumenkranz wurde in die Fluten vor der Insel Giglio gelassen   -   Copyright  Andrew Medichini/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Zehn Jahre nach der Havarie des italienischen Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia ist am Unglücksort der Opfer gedacht worden.

Von Bord eines Bootes der Küstenwache wurde ein Bumenkranz ins Meer gelassen. Auf mehreren Schiffen hatten sich Freunde und Angehörige der 32 Todesopfer zu Gebeten versammelt. Mehrere Gedenkveranstaltungen fanden auch auf nahegelegenen Insel Giglio statt. Dort ist in der Hafenmole eine Erinnerungstafel eingelassen.

In der Kirche von Giglio hatten in der Unglücksnacht viele der havarierten Costa-Concordia-Gäste Zuflucht gefunden. Insulanerinnen und Insulaner versorgten die Schiffbrüchigen.

Ein Dutzend deutsche Passagiere unter den Opfern

Das Schiff hatte im Dunkeln einen Felsen gestreift und war dann teilweise untergegangen. 32 Menschen kamen ums Leben, darunter 12 Deutsche. Später verstarb auch ein Mitglied der Rettungsmannschaften. An Bord befanden sich 4 229 Menschen aus 70 Ländern.

Der damalige Kapitän Francesco Schettino räumte vor Gericht ein, zu spät den Alarm ausgelöst zu haben. Er wurde unter anderem wegen mehrfachen Totschlags zu 16 Jahren Haft verurteilt , die er in Rom absitzt. Seine Anwälte wollen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erreichen, dass er wegen guter Führung die Reststrafe Zuhause verbüßen kann.