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Omikron-Welle: Immer mehr Säuglinge landen auf Intensivstationen

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Von Euronews
Babys, die während der Corona-Krise geboren werden, haben es nicht leicht, 02.08.2021
Babys, die während der Corona-Krise geboren werden, haben es nicht leicht, 02.08.2021   -   Copyright  Matt Dunham/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved   -  

In der jüngsten Corona-Welle hat die Zahl der Babys, die schwere Formen von Covid-19 entwickeln, zugenommen.

Allein in Frankreich, wo die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit rund 3.000 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern liegt, werden mehr als 70 Säuglinge wegen Covid auf den Intensivstationen behandelt. Auf der pädiatrischen Station in Seine-Saint-Denis, nordöstlich von Paris, liegen neun Kinder, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, darunter die erst wenige Wochen alte Rim. Das am Anfang des Monats geborene Mädchen kam wegen ihres Fiebers in die Notaufnahme.

Ihre Mutter sagt: "Ich habe mir schon alles vorgestellt. Für mich bedeutet Covid gleich schwerer Verlauf. Besonders weil sie so klein ist, und keine Impfung hat, nichts."

Jean-Cédric Probin, Krankenpfleger auf der Kinderstation, erklärt die Symptome bei Kindern und Säuglingen: "Die meiste Zeit ist es große Müdigkeit, eine Überwärmung des Körpers, die Babys überhitzen sich schnell, sie sind extrem müde und essen nichts."

Die kleine Rim musste einige Tage über eine Magensonde ernährt werden. Inzwischen geht es ihr wieder besser. Glücklicherweise trifft das auf viele der Kinder, die wegen Covid behandelt werden müssen, zu. Der Krankenhausaufenthalt bei den meisten beschränkt sich auf zwei bis drei Tage.

Eine Zunahme von behandlungsbedürftigen Kleinkindern und Säuglingen, die wegen Covid-19 ins Krankenhaus müssen, wurde auch in Großbritannien beobachtet, wie einen Auswertung klinischen Covid-19-Informationsnetzwerks der britischen Gesundheitsbehörde hervorgeht. Zwar ist der Anteil der Kleinkinder und Säuglinge, die wegen Covid behandelt werden müssen, weiterhin gering, allerdings ist er um fast 10 Prozentpunkte gestiegen. Bei der Omikron-Welle lag ihr Anteil bei den pädiatrischen Hospitalisierungen bei 42,2 Prozent, bei den anderen Wellen waren immer um die 30 Prozent gewesen.

Über mögliche Erklärungen für diesen Anstieg wird noch diskutiert. Eine davon könnte sein, dass ältere Kinder durch frühere Infektionen und Impfungen schon eine gewisse Immunität erworben haben. Diese könnte sie jetzt vor schweren Erkrankungen schützen - im Gegensatz zu Babys, deren Immunsystem noch nicht mit Corona-Viren in Berührung gekommen ist.