Frankreich: Impfpass kommt am Montag, Lockerungen ab Februar

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Von Euronews  mit DPA/AFP
Menschen mit Masken in der Rue de Versailles in Paris
Menschen mit Masken in der Rue de Versailles in Paris   -   Copyright  AP Photo/Michel Euler   -  

In Frankreich tritt an diesem Montag der neue Corona-Impfpass in Kraft, der den bisher gültigen Gesundheitspass ersetzt. Für Ungeimpfte wird die Luft dann noch dünner: Sie haben keinen Zugang mehr zu Restaurants, Kinos oder Fernzügen mehr.

Die französische Regierung stellt aber auch Lockerungen in Aussicht etwa das Ende der Maskenpflicht im Freien ab 2. Februar. Nicht jeder ist begeistert von der Ankündigung.

"Ich habe sie noch nie draußen getragen"

Ein älterer Herr in Paris sagt: "So lange um mich herum noch so viel los ist, behalte ich Maske weiter auf.".

Ein junger Mann meint dazu kurz und knapp "Ich habe sie noch nie draußen getragen." Eine Passantin träumt von besseren Tagen. "Frische Luft atmen, den Gesichtsausdruck der Menschen sehen - das ist schon etwas anderes."

Noch mehr Lockerungen gibt es ab Mitte Februar. Dann dürfen Diskotheken wieder öffnen, auch das Essen und Trinken in Zügen ist dann wieder erlaubt. Trotz Höchstständen von über 400.000 Neuinfektionen täglich ist der Druck auf den Intensivstationen in den vergangenen Tagen zurückgegangen.

Barcelona ohne nächtliche Ausgehbeschränkung

In Katalonien im Nordosten Spaniens gilt ab diesem Freitag keine nächtliche Ausgehbeschränkung mehr - trotz ebenfalls sehr hoher Infektionszahlen. Clubs, Bars und Discos bleiben allerdings weiter geschlossen. In den Innenräumen von Gaststätten dürfen nur 50 Prozent der eigentlich zul ässigen Plätze vergeben werden.

Die Teilnehmerzahl bei Zusammenkünften im öffentlichen wie im privaten Rahmen bleibt auf zehn beschränkt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt zurzeit mit 2290 mehr als vier mal so hoch wie zum Zeitpunkt der Anordnung der Maßnahme kurz vor Weihnachten, wie die Zeitung "El País" berichtete. 

Aber der rapide Anstieg der Zahlen habe sich zuletzt verlangsamt, begründete die Regionalregierung in Barcelona dem Bericht zufolge ihre Entscheidung. Das sei auch darauf zurückzuführen, dass die Feiertage, die in Spanien bis zum Dreikönigsfest am 6. Januar gingen und damit ein erhöhtes Ansteckungsrisiko darstellten, vorüber seien. Am 23. Dezember war die Inzidenz mit 506 angegeben worden.