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Maskenpflicht an Schulen - und warum Karin Prien Twitter-Konto löscht

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Von Euronews  mit dpa, AFP
Karin Prien, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK)
Karin Prien, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK)   -   Copyright  JOHN MACDOUGALL/AFP   -  

Die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein und aktuelle Präsidentin der Kultusminister-Konferenz (KMK) Karin Prien hat am Wochenende ihr Twitter-Konto deaktiviert, nachdem sie mit einem Post einen Shitstorm ausgelöst hatte. Karin Prien (CDU) hatte auf Twitter geschrieben: "Bitte differenzieren: Kinder sterben. Das ist extrem tragisch. Aber sie sterben mit COVID_19 und nur extrem selten wegen COVID_19."

Besonders Eltern von vorerkrankten Kindern fühlten sich durch diese Aussage angegriffen und waren extrem verärgert. Mehrere Tage lang war Karin Prien - auch mit dem Hashtag #prienruecktritt und Beleidigungen gegen die Ministerin - im deutschsprachigen Twitter in den Trending Topics.

Schon zuvor hatte Prien in einem Interview erklärt: "Wir müssen raus aus einer Kultur der Angst an den Schulen". Wenn ab Mitte Februar, Anfang März gelockert werde, müsse auch an Schulen gelockert und die Maskenpflicht langsam beendet werden.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, warnte aber vor einer zu schnellen Aufhebung der Einschränkungen. Die Infektionszahlen dürften nicht durch zu frühe Lockerungen nochmals hochgetrieben und dadurch der flächendeckende Präsenzunterricht erneut gefährdet werden.

Die Kultusministerin bekam für ihren Tweet auch Applaus von Gegnern der Corona-Regeln.

Unter den Müttern, die von dem Tweet von Karin Prien extrem betroffen waren, war die Autorin Jasmina Kuhnke, die sich auf Twitter @ebonyplusirony nennt.

Die Diskussion dauert an - auch wenn Karin Prien zur Zeit nicht mehr auf Twitter präsent ist.