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Teure Rettung: "Vier Pfoten" siedelt argentinische Zirkus-Tiger nach Südafrika um

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Von Euronews  mit AP
Ein Zirkus-Tiger guckt aus seinem Waggon in Asunción, Paraguay, 28.08.2012
Ein Zirkus-Tiger guckt aus seinem Waggon in Asunción, Paraguay, 28.08.2012   -   Copyright  Jorge Saenz/AP

Vor 15 Jahren wurden sie von einem Zirkus zurückgelassen und leben seitdem in einem 75 Quadratmeter großen Eisenbahnwaggon auf einer Farm in Argentinien. 

Durch den Einsatz der weltweit agierenden Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" wird diese Tiger-Familie nun in das Großkatzenschutzgebiet "Lionsrock Big Cat Sanctuary" in Südafrika verlegt.

Dr. Amir Khalil, ist leitender Tierarzt für Rettungsaktionen bei "Vier Pfoten International". Er sagt: "Sie werden einige Zeit brauchen, um sich an dem neuen Ort einzuleben. Es wird dauern, bis sie erkennen, dass sie in einem neuen Territorium in Frieden leben können, und bis es für sie "normal" werden wird. Jedes Tier ist anders: Einige brauchen ein Jahr, andere fühlen sich sofort wohl, aber das hängt von ihrem Trauma ab, vom Ausmaß des Traumas, aber dort (in der Auffangstation) werden sie (Frieden) leben und es genießen, ja. Einen Tag in Freiheit zu leben ist besser als viele Jahre in einem Gefängnis. Das macht einen Riesenunterschied."

Auf der Farm bei San Luis in Argentinien werden die Tiere von einem Landwirt mit Wasser und Nahrung versorgt - die Artisten des Wanderzirkus' hatten ihn damals gebeten, vorübergehend auf die zwei Tiger aufzupassen. Doch dann kehrte sie nie wieder zurück. Vor zehn Jahren stellte sich heraus, dass die Tiger ein Paar waren - sie bekamen Nachwuchs. Die beiden Jungtiere kennen nicht anderes als die Gitterstäbe des Eisenbahnwagens, in dem sie seit ihrer Geburt leben.

Erst 2021 wurden die Behörden in Argentinien auf die Situation aufmerksam und begannen, nach Lösungen für die Tiere zu suchen. 

"Vier Pfoten" hat nun bekannt gegeben, dass die vier Tiere nach einer langwierigen Kampagne zur Beschaffung von Mitteln für den Umzug in ein 1.200 Hektar (12 Quadratkilometer) großes Gelände nach Südafrika bringen wird.

Für die Tiger-Familie, die nur das Leben im Waggon könnte es schon bald so weit sein. Derzeit arbeiten die Behörden an der Ausstellung der Papiere, die für die Umsiedlung benötigt werden.