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Erst der Anfang: Eine Million Flüchtlinge an der Grenze Polens

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Von Monica Pinna, su
Erst der Anfang: Eine Million Flüchtlinge an der Grenze Polens
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Ein schier endloser Strom ukrainischer Flüchtlinge kommt in Polen an, dem ersten friedlichen Land, das sie erreichen. Über eine Million waren es in den ersten zehn Kriegstagen. Der Bürgermeister der Grenzstadt Przemsyl räumt ein, dass ein so rasanter Exodus die lokalen Möglichkeiten strapaziert.

Wojciech Bakun, Bürgermeister von Przemyśl:

„Uns rennt die Zeit davon. Wir müssen sehr schnell alle Personen von der Grenze holen. Nachts hat es minus zwei oder minus drei Grad, also können wir keine frierenden Menschen an der Grenze zurücklassen. Die Lage ist schwierig und wahrscheinlich wird es in naher Zukunft noch schwieriger."

Dutzende Busse kommen hier Tag und Nacht an. Erschöpfte Flüchtlinge erhalten das Nötigste - Essen und Kleidung. Tanya, eine Köchin aus Kiew, sucht eine warme Jacke für ihren 7-jährigen Sohn, bevor sie weiterfahren.

Tanya Andreeva aus Kiew

„Wir konnten nichts mitnehmen. Es ging alles zu schnell. Bomben explodierten. Es war sehr beängstigend. Mein Kind hatte große Angst. Wir haben einfach ein paar Sachen in den Koffer geschmissen und sind los, mit fast leeren Händen.“

Abgesehen von Nahrung und Unterkunft brauchen Flüchtlinge Schutz, vor allem Frauen und Kinder.

Agnieszka Falana: Eventmanagerin, freiwillige Helferin:

„Jede Person, die vom hier weggeht, wird registriert. Wir haben alle Daten und persönlichen Informationen über die Leute, die andere Leute abholen, die Wohnung, die Adresse, alles - damit wir die Kontrolle über die Menschen haben, weil wir wissen, dass junge Mädchen verschwinden. Und es gibt Diebe, die versuchen, alles zu stehlen, was die Leute mithaben. In einer Tasche haben sie Geld, Schmuck, denn das ist alles, was sie von zu Hause mitnehmen konnten. Zusammenraffen und los.“

Monica Pinna, Euronews

„Dies ist die am schnellsten wachsende Flüchtlingskrise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Während sich der Konflikt in der Ukraine verschärft, sagen die polnischen Behörden, dass dies erst der Anfang ist. Die lokalen humanitären Unterstützer scheinen bereits nahezu erschöpft. Dabei rechnen sie mit weiteren drei bis vier Millionen Flüchtlingen."

Monica Pinna, su