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Frau im Teddy-Schlafanzug: Influencerin Mariana bringt Baby in Mariupol in der Ukraine zur Welt

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Von Euronews  mit AP, Twitter
Mariana Vishegirskaya mit ihrer neugeborenen Tochter Veronika am 11.03. in Mariupol in der Ukraine
Mariana Vishegirskaya mit ihrer neugeborenen Tochter Veronika am 11.03. in Mariupol in der Ukraine   -   Copyright  Evgeniy Maloletka/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved   -  

Das Foto der verletzten hochschwangeren Mariana Vishegirskaya ging nach dem Luftangriff auf die Geburtsklinik in Mariupol in der Ukraine am 9. März um die Welt.

Sie musste - im gepunkteten Teddy-Schlafanzug mit blutverschmiertem Gesicht - aus dem Krankenhaus fliehen. Diesen Moment hat der Fotoreporter Evgeniy Maloletka für die Agentur AP im Bild festgehalten.

Die Hafen- und Universitätsstadt Mariupol mit eigentlich mehr als 400.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist seit Tagen von russischen Truppen eingekesselt. Das Rote Kreuz bezeichnete die Situation dort als "apokalyptisch".

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Mariana Vishegirskaya nach dem Angriff auf das Krankenhaus in MariupolEvgeniy Maloletka/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Mariana Vishegirskaya war schon vor diesem Foto Zehntausenden bekannt, denn sie ist Bloggerin auf Instagram - und hatte dort auch über ihre Schwangerschaft berichtet.

Der letzte Post von @gixie_beauty - vor dem Krieg in der Ukraine - zeigt die junge Frau, die hochschwanger Babykleidung hochhält und ihr Publikum fragt, ob es ein Junge wird oder eine Mädchen.

Es ist ein Mädchen: Veronika. Das Baby wurde zwei Tage nach dem russischen Angriff auf die Entbindungsstation in Mariupol geboren. Vater Yuri war bei der Geburt dabei und hält seine Tochter auf einem anderen Foto in den Armen.

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Mariana Vishegirskaya mit Partner Yuri, der die gemeinsame Tochter im Arm hältEvgeniy Maloletka/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Die russische Botschaft in London hatte nach dem ersten AP-Foto von Mariana Vishegirskaya auf Twitter behauptet, eine Schauspielerin hätte den Angriff auf die Geburtsklinik nur vorgetäuscht. Die Verletzten seien gar nicht verletzt. Twitter hat den Post von Russlands Botschaft inzwischen entfernt. Deshalb ist er auch unter dem Tweet einer britischen Politikerin nicht mehr zu sehen, die die Behauptungen der diplomatischen Vertretung Russlands in London als Fake News zurückweist.

Die russische Botschaft in London und der ehemalige russische Ministerpräsident Dmitry Medwedew haben sich zuletzt immer wieder mit aggressiven Nachrichten oder Vorwürfen gegen die Ukraine sowie westliche Staaten in englischer Sprache auf Twitter zu Wort gemeldet.

Die ukrainische Juristin und Menschenrechtsaktivistin Oleksandra Matviichuk verspricht auf Twitter, sie werde Nachrichten an die Bloggerin an Mariana Vishegirskaya weiterleiten.